Pensionen: Kuntzl - "Das ist eine familienfeindliche Reform"

Frauen mit Kindern sind die großen Verliererinnen - Hearing über Regierungsvorlage zu Harmonisierung im Parlament

Wien (SK) SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl hält die Regierungsvorlage zur Pensionsharmonisierung für frauen- und familienfeindlich. Im parlamentarischen Hearing zur Regierungsvorlage am Freitag betonte sie, dass die geringfügigen Verbesserungen für Frauen bei der Anrechnung von Familien-bedingten Berufsunterbrechungen oder Teilzeitarbeitszeiten die Verschlechterungen bei weitem nicht aufwiegen. ****

Kuntzl machte deutlich, dass zwei Drittel der unselbständig beschäftigten Frauen mit Kindern unter 15 Jahren Teilzeit arbeiten. Die bessere Anrechnung von Teilzeitarbeit und Berufsunterbrechungen wegen Kinderbetreuung gleichen aber maximal drei Jahre Teilzeit aus. Alle weiteren Verluste durch die Durchrechnung über das gesamte Erwerbsleben würden sich in voller Höhe niederschlagen.

Es werde für viele Frauen keine existenzsichernden Pensionen mehr geben, warnte Kuntzl. Denn schon jetzt sei die Durchschnittspension von Frauen sehr niedrig; infolge der Pensionsreform würden sie weiter sinken.

In dem Zusammenhang hält es die SPÖ-Familiensprecherin für einen "gefährlichen Mix", dass die Regierung für Frauen Anreize für mehr und längere die Berufsunterbrechungen setze, etwa mit dem Kindergeld und dem Recht auf Teilzeit. Zugleich führen diese Berufsunterbrechungen bei der Pensionsberechnung aber zu hohen Verlusten. (Schluss) wf

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