Öffentliches Hearing Pensionsharmonisierung: Riepl - Weiterer Verschleierungsversuch der Regierung aufgeflogen Utl. Ältere Arbeitslose werden in den Pensionskorridor gezwungen

Wien (SK) "Nun ist ein weiteres der vielen Verschleierungsmanöver der Regierung rund um die Budgetzahlen und die Pensionsharmonisierung aufgeflogen", meldete sich Freitag anlässlich des öffentlichen Hearings zur Pensionsharmonisierung der SPÖ-Abgeordnete und neu gewählte stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses, Franz Riepl zu Wort. ****

"Die Regierung hat nicht nur die vielen kritischen Stellungnahmen zur Pensionsharmonisierung in keiner Weise berücksichtigt, sondern auch noch stillschweigend eine Bestimmung des Begutachtungsentwurfs geändert, die für tausende ältere Arbeitslose fatale Folgen haben kann. Die Gesetzesvorlage ist nach der Begutachtung nicht besser, sondern ärger. Statt - wie ursprünglich vorgesehen - Menschen über 62, die schon das Pech haben, arbeitslos zu sein, noch eine Chance zu geben, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, um dann mit 65 in normale Alterspension zu gehen, werden diese Menschen jetzt mit extrem hohen Abschlägen in die so genannte Korridorpension gezwungen. Von Wahlfreiheit ist keine Rede mehr!" erläutert Riepl gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

"Wenn man sich anschaut, welchen Verlust an Lebenseinkommen die Experten der AK-Wien für diese Fälle errechnet haben, versteht man, warum die Regierung "diese Tatsache" unter den Teppich kehren wollte:
der Verlust kann bis zu 22 Prozent der Pension und in Summe bis ans Lebensende an die 70.000 Euro betragen", zitiert Riepl aus Berechnungen der Arbeiterkammer. Riepls abschließendes Urteil: "Diese Regierung ist weiter den je von ihren Lieblingsschlagworten 'transparent, nachvollziehbar und modern' entfernt". (Schluss) cs/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0015