SPÖ-NÖ fordert geschlechtergerechtes Budget für Niederösterreich

Zeit ist auch in Niederösterreich reif für Gender-budgeting

St. Pölten (SPI) - "Geschlechtergerechtigkeit beginnt beim Geld - die Frage ist, wie wird sichergestellt, dass im Rahmen der Finanzverfassung im Land NÖ die Geschlechtergleichstellung berücksichtigt wird. Vorrangig ist für mich deshalb die geschlechtergerechte Erstellung des nächsten Budgets, das sogenannte "Gender budgeting", so die Frauensprecherin der SPÖ und niederösterreichische Nationalratsabgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek. "Die Zeit ist auch in Niederösterreich dafür reif, dass die volkswirtschaftlich bedeutenden Leistungen der Frauen endlich im Budget ihren Niederschlag finden und damit entsprechend gewürdigt werden", fordert die niederösterreichische SP-Frauensprecherin Landesgeschäftsführerin LAbg. Karin Kadenbach.****

"Gender budgeting ist die Anwendung von gender mainstreaming im Budgetierungsprozess. Es bedeutet eine geschlechterrelevante Bewertung der Budgets durch Einbringung einer Genderperspektive in allen Stadien der Budgeterstellung, den staatlichen Einnahmen und Ausgaben zur Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau", erklärt Heinisch-Hosek.

"Diese Aspekte sind bis jetzt in NÖ kaum beachtet worden. Dazu gehört auch die Berücksichtigung und das Einbeziehen von unbezahlter Arbeit in die budgetäre Planung. Das Aufziehen von kleinen Kindern und die Betreuung und Pflege von Erwachsenen werden derzeit überwiegend von Frauen übernommen. Dies unabhängig davon, ob die Frau erwerbstätig ist oder nicht", erläutert SP-Managerin Kadenbach. Allerdings würden diese Arbeiten weder entlohnt noch in das Bruttosozialprodukt eingerechnet obwohl sie große ökonomische Bedeutung haben.

"Wir fordern daher das Land NÖ und LH Pröll auf, sich endlich zur tatsächlichen Gleichstellung zu verpflichten und das Budget des Landes NÖ für das Jahr 2005 unter dem Gender-Aspekt zu erstellen" , so die SPÖ-Mandatarinnen. (Schluss)pw/alu

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