SP-Klubobmann Dr. Karl Frais warnt: Schwere Einschnitte bei Pflichtschullehrern stehen bevor

Frais: "Ausgaben für aktive Lehrer im Pflichtschulbereich sinken um 65 Millionen Euro".

Linz (OTS) - Im Bundesbudget sind für 2005 um 65 Millionen Euro weniger als im Vorjahr als Ausgaben für aktive Lehrer vorgesehen, erklärt SP-Klubchef Dr. Karl Frais. "Das bedeutet, dass das Geld für deutlich mehr als 1000 aktive Pflichtschullehrer im kommenden Jahr fehlen wird. Bei einer solchen Dienstposten-Reduktion ist eine weitere Kürzung des Unterrichtsangebots bis zur Schließung von Schulen zu erwarten: Deshalb haben sich SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen eine umfassende Information über die Auswirkungen dieser Budgetreduktion verdient. Ich erwarte von Landeshauptmann Pühringer als Schulreferent eine dringliche Aufklärung, welche Folgen sich aus den Budgetkürzungen für die Bildungssituation in Oberösterreich ergeben", fordert Frais.

Aufgrund von Stundenkürzungen und Anhebung der Schüler-Lehrer-Verhältniszahlen mussten in den letzten Jahren bereits zahlreiche Förderstunden, Unverbindliche Übungen und Freigegenstände gestrichen werden, erklärt Frais. "Durch neuerliche Budgeteinschnitte bei den aktiven Lehrern wird die Bildungssituation in Österreichs Schulen weiter verschlechtert. Die Universitäten sind von der Bundes-ÖVP schon jenseits der Belastbarkeitsgrenze ausgehungert worden, als nächstes sind offenbar die Pflichtschulen an der Reihe", kritisiert der SP-Klubchef.

Investitionen ins Bildungssystem sind von größter Bedeutung für die Zukunftschancen der österreichischen Jugend. "Bei massiven Einsparungen im Pflichtschulbereich wird die Basisausbildung der Kinder und Jugendlichen gefährdet. Daher muss es ein öffentliches Bildungssystem auf hohem Niveau geben, um die Chancengleichheit für alle zu wahren. Ansätze zu einem amerikanischen Modell mit öffentlichen Billigschulen für die Masse und exklusiven Privatschulen für teures Schulgeld sind konsequent abzulehnen. Der Zugang zu hochwertiger Bildung muss allen Menschen offen stehen", betont Frais.

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