Gewerbetreibende sichern sich ihre Pensionen im selben Ausmaß wie Unselbständige

Linz (OTS) - Die Ansicht, dass die Pensionen der gewerblich Selbständigen besonders hohe Zuschüsse aus öffentlichen Mittel erfordern, entbehre jeder Grundlage, stellte heute Wirtschaftsbunddirektor Gottfried Kneifel fest.

SPÖ und ÖGB lassen bei ihren Darstellungen völlig außer Acht, dass Selbständige vor ihrem Eintritt in die gewerbliche Versicherungsanstalt im Durchschnitt fast 13 Jahre in das ASVG-System als Lehrlinge, Arbeiter oder Angestellte Beiträge eingezahlt haben, die nicht an die gewerbliche Pensionsversicherung überwiesen werden.

Dabei stehe zweifelsfrei fest, dass man in jüngeren Jahren für die Sozialversicherung ein geringeres Risiko sei, als in Zeiten des Alters und des Anfalls der Pensionsleistung, sagte Kneifel.

Allein im Jahre 2002 erreichten diese verlorenen Zahlungen (Wanderversicherungsverluste) den Rekordwert von 677, 8 Mio. Euro, das sind 9,3 Milliarden ATS.

Daraus ergibt sich, dass die Gewerbepension zu 85 Prozent durch Eigenleistung der Gewerbetreibenden und Freiberuflern finanziert wird. Der echte Bundeszuschuss beträgt daher nur 15 Prozent und nicht 52 Prozent wie von nicht informierten ÖGB und SPÖ "Experten" angenommen wird.

Da Selbständige im Schnitt länger arbeiten und die Wanderversicherungsverluste zu berücksichtigen seien, ist der Bundeszuschuss für Selbständige viel niedriger wie bei Beamten sowie Bauern und etwa gleich hoch wie bei Unselbständigen.

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