ÖAMTC AKADEMIE: Preisverleihung der Wissenschafts- und Förderungspreise 2

Die Projekte und Preisträger der Wissenschaftspreise

Wien (OTS) - Der Wissenschaftspreis der ÖAMTC AKADEMIE ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde auf Vorschlag der Jury gesplittet. Je 5.000 Euro ergehen an zwei Projekte:

* "Österreichisches und Europäisches Verkehrsrecht" (Buch) von Univ.Prof. Dr. Ferdinand Kerschner und Univ.Prof. Dr. Erika Wagner (Johannes Kepler Universität Linz).

Den Anstoß für diese Studie gab die deprimierende Feststellung der Autoren, dass das derzeitige österreichische Verkehrsrecht noch nicht imstande ist, eine umweltschonende nachhaltige Mobilität zu sichern. Als Lösung schlagen Ferdinand Kerschner und Erika Wagner kein "großes", schwer umsetzbares Projekt vor - wie etwa ein ganzes Umweltgesetzbuch - sondern sie bieten konkrete verkehrspolitische Maßnahmen an: Eine Vielzahl "kleinerer Lösungen" als rechtspolitische Alternative. Die Bewertung der einzelnen Vorschläge überlassen die Wissenschaftler der Politik, aber als Zielgruppe geben sie neben Experten auch interessierte Bürger an. Zu den konkreten Einzelvorschlägen zählen Nachhaltigkeitsprinzipien, von denen das Verkehrsrecht beherrscht sein sollte: u.a. Verkehrsverlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger sowie Förderung umweltverträglicher Fahrzeugkonzepte und objektbezogener Maßnahmen wie Schallschutzwände sowie ein umweltschonender Umgang mit Verkehrsflächen.

* Das zweite mit dem Wissenschaftspreis ausgezeichnete Projekt ist "STAU-Wien - Stadt-Umland-Beziehungen in der Region Wien:
Siedlungsentwicklung, Interaktionen und Stoffflüsse" unter Leitung von Mag. Dr. Wolfgang Loibl (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf GmbH, Geschäftsfeld Umweltplanung). "STAU-Wien" entstand unter der Mitarbeit von: ARC Seibersdorf Research GmbH - System Research, TU Wien - SRF Institut für Stadt- und Regionalforschung sowie WU Wien - IUW, Institut für Wirtschaftsgeographie, Regionalentwicklung und Umweltwirtschaft, Abteilung für Wirtschaft und Umwelt.

Die Projektgruppe wollte vergangene und künftige Entwicklungen des Stadt-Umland-Systems Wien aufzeigen und Möglichkeiten für eine künftige Entwicklung ausgewählter Gemeinden im Stadt-Umland ableiten.

Aufbauend auf empirischen Analysen entwickelte die Projektgruppe ein konzeptives Modell der Suburbanisierung und arbeitete die Wechselwirkungen zwischen den Elementen Siedlung, Verkehrsinfrastruktur, Personen- und Güterströme heraus. Davon ausgehend wurden formale Modelle entwickelt und damit Szenarien der (vergangenen und) künftigen Siedlungsentwicklung, Erreichbarkeit und der Pendlerverflechtungen abgeleitet. Die Analyse- und Szenarioergebnisse wurden mit Vertretern der Gemeindepolitik diskutiert und sind die Basis für die Entwicklung von Maßnahmen auf Gemeindeebene. Gemeinsam mit den Politikern der vier Partner-Gemeinden wurden Handlungsoptionen für die lokale Ebene erarbeitet, mit dem Ziel, die regionale Entwicklung in der Stadtumlandregion in Richtung Nachhaltigkeit zu lenken.

Die Auszeichnung des "STAU-Wien"-Projektes stellt zudem eine Würdigung des international renommierten Nachhaltigkeitsprogrammes "Kulturlandschaftsforschung" dar. Dieses engagierte Programm des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur gibt es bereits seit 1992 und wird von MinR Dr. Christian Smoliner betreut.

Die Projekte und Preisträger der Förderungspreise

Die fünf Förderungspreise der ÖAMTC AKADEMIE mit jeweils 2.000 Euro dotiert ergehen an in Arbeit befindliche Projekte. Diese bekommen von der Jury Vorgaben zur Beachtung konkreter Nachhaltigkeitskriterien und werden nach einem halben Jahr evaluiert:

  • "Ultrasonic Transit-Time Gas Flowmeter for Automotive Applications" von Dr. Mario Kupnik (Montanuniversität Leoben).
  • "Prozesssynthese und Prozessbewertung von nachwachsenden Rohstoffen" von DI Anneliese Niederl (TU Graz).
  • "Social Marketing für öffentliche Verkehrsmittel in Österreichs Großstädten - umweltpsychologische Analyse der Einflussfaktoren" von Mag. Sebastian Seebauer (Karl Franzens Universität Graz).
  • "Das Verkehrskonzept der alten Handelswege am Beispiel der Seidenstraße. Rückblicke und Zukunftsvisionen" von DI Julia Dobnig, DI Hildegard Sint (TU Wien, Architektur).
  • "The Relationship between economic growth an d transport growth - is it possible to decouple economic growth from transport growth?" von MMag. Irene Feige (Universität Innsbruck, Volkswirtschaft / Sowi).

Sonderpreis für Dissertation zum "Frächterskandal"

Ein Sonderpreis der ÖAMTC AKADEMIE wurde zusätzlich für die Dissertation von Dr. Christian Spendel zum Thema "Der europäische Frächterskandal" vergeben. Schwerpunkt der Arbeit ist die Einhaltung der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen als Wettbewerbsprinzip, wodurch die soziale Säule der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt gestellt wird.

Die detaillierten Projekte findet man auf der Homepage des ÖAMTC unter http://www.oeamtc.at/akademie

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