ÖAMTC AKADEMIE: Preisverleihung der Wissenschafts- und Förderungspreise 1

Ausgezeichnete Projekte präsentieren wichtige Ansätze zum Thema "Nachhaltiger Güter- und Wirtschaftsverkehr in Europa"

Wien (OTS) - In der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
in Wien wurden heute, Freitag, den 22. Oktober, die Wissenschafts-und Förderungspreise der ÖAMTC AKADEMIE zum Thema "Nachhaltiger Güter- und Wirtschaftsverkehr in Europa" verliehen. Die Preise wurden von Staatssekretär Eduard Mainoni vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie von ÖAMTC-Präsident Werner Kraus überreicht.

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis wurde auf Vorschlag der Jury gesplittet und ergeht zu gleichen Teilen an das Projekt "Österreichisches und Europäisches Verkehrsrecht" von Ferdinand Kerschner und Erika Wagner (Johannes Kepler Universität Linz) sowie an das Projekt "STAU-Wien - Stadt-Umland-Beziehungen in der Region Wien" unter der Leitung von Wolfgang Loibl (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf GmbH, Geschäftsfeld Umweltplanung).

Mit der Ausschreibung der Wissenschafts- und Förderungspreise zum Thema "Nachhaltiger Güter- und Wirtschaftsverkehr in Europa" an österreichischen Universitäten und Forschungseinrichtungen wollte die ÖAMTC AKADEMIE ein Zeichen setzen, dass weitreichende Fragen nach einer zukunftsfähigen nachhaltigen Gütermobilität nur mit fundierten Impulsen aus Wissenschaft und Forschung hinlänglich beantwortet werden können.

"Dieses komplexe Thema wird weder heute noch morgen und auch nicht mit singulären Strategien zu bewältigen sein. Vielmehr bedarf es einer Fülle an konzertierten Maßnahmen und vor allem eines Bewusstseins über sozioökonomische Rahmenbedingungen und ihre Einflussnahme auf Mobilitätsentwicklungen", betont Christine Zach, Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE.

Generalsekretär des Club of Rome zu den "Grenzen des Wachstums"

Den Festvortrag im Rahmen der Preisverleihung hielt der Generalsekretär des Club of Rome, Uwe Möller. Der Club of Rome - 1968 gegründet - hat mit seinem 1972 veröffentlichten Bericht "Grenzen des Wachstums" entscheidend dazu beigetragen, eine neue Dimension des Denkens anzustoßen, die inzwischen durch den Begriff "Nachhaltigkeit" bzw. "nachhaltige Entwicklung" geprägt wird.

Möller zu den Konsequenzen für Mobilität und Verkehr: "Es ist offensichtlich, dass die Notwendigkeit, möglichst bald eine nachhaltige dematerialisierte Wirtschaft mit erheblich geringeren Materialströmen einzuführen, auch mit einschneidenden Konsequenzen für unsere Mobilitätsanforderungen und Verkehrssysteme verbunden sein wird. Damit dürfte ebenfalls feststehen, dass die bisherige Praxis, Wirtschaftswachstum mit ständig steigendem Verkehr von Gütern und Personen gleichzusetzen, sich ad absurdum führen wird, denn auch Mobilität hat Grenzen. Welche quantitativen und qualitativen Auswirkungen sich im einzelnen auf die Mobilitäts- und Verkehrsstrukturen ergeben werden, ist heute noch nicht absehbar. Vor allem die aufstrebenden Wirtschaftsgroßmächte China und Indien sollten uns zu denken geben, dass wir nur über begrenzte Reserven und Förderkapazitäten verfügen."

Möller mahnt daher zu einer rationelleren Energieverwendung, zur Umstellung auf "saubere" umweltfreundliche Treibstoffe und zu neuen Mobilitätssystemen, um den zu erwartenden Mobilitätsanforderungen in den großen weiter wachsenden Ballungsräumen begegnen zu können.

(Forts.)

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