Schließung von Spitälern

Die Einstellung der betroffenen Bevölkerung

Wien (OTS) - Eine kürzlich veröffentlichte IMAS-Umfrage über die Zukunftsängste der Österreicher hat gezeigt, dass der Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems seitens der Österreicher als derzeit größte Bedrohung gesehen wird.

82 % der Befragten fürchten durch Schließung von Krankenhäusern zukünftig eine eingeschränkte medizinische Betreuung - eine Zukunftsentwicklung, welche die österreichische Bevölkerung rundum ablehnt.

Gleichzeitig das Fessl Gfk-Institut vor kurzem eine Umfrage unter 1.500 Österreichern durchgeführt, um festzustellen, wie deren konkrete Einstellung zu Schließungen von Spitälern - vor allem im Meinungsbild der unmittelbar betroffenen Bevölkerung - sei.
Diese Umfrage wurde österreichweit durchgeführt, wobei auch zwei Regionen aus NÖ, nämlich Hainburg und Gmünd, in die Meinungsumfrage einbezogen waren.

Das Ergebnis zeigt zunächst, dass die Inanspruchnahme der Spitäler seitens der Bevölkerung sehr hoch ist. Knapp 90 % der Befragten machen sich in diesem Zusammenhang auch Sorgen darüber, dass im Falle von Spitalsschließungen viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren könnten. Drei Viertel der Bevölkerung sehen die medizinische Versorgung im Falle etwaiger Spitalsschließungen in Gefahr.

Als mögliche Einsparungsmaßnahmen im Gesundheitsbereich werden Schließungen von Spitälern und Leistungseinschränkungen daher seitens der Menschen entschieden abgelehnt.

Dr. Gerhard Schuh, Obmann der NÖ Spitalsärzte: "In NÖ haben wir die erfreuliche Situation, dass seitens der verantwortlichen Politiker, Gesundheitslandesrat Schabl und Finanzlandesrat Sobotoka, für unsere Spitäler eine Standortgarantie abgegeben wurde. Dennoch gibt es immer wieder Diskussionen über die Schließung einzelner Abteilungen. Unsere Umfrage hat gezeigt, dass derartige Pläne der Bevölkerung wenig bis kaum bekannt sind, dass sie solchen Plänen jedoch negativ gegenüber stünden und nahezu die Hälfte der Befragten sich im Falle der Schließung eines Spitals oder einzelner Abteilungen medizinisch nicht mehr optimal versorgt fühlte."
Der Obmann der Spitalsärzte sieht dies als deutliches Signal, an diese heikle Materie sehr sensibel und nur unter Einbindung aller Beteiligten behutsam heranzugehen.

Schuh: "Die Bevölkerung hat sich sehr deutlich artikuliert. Wir als Handelnde in diesem System sehen dies auch als klaren Auftrag, Bestehendes weiter zu verbessern und uns jeden Systemverschlechterungen im Sinne unserer Patienten mit aller Vehemenz entgegenzustellen."

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