Schi und Schisocken im "Konsument"-Test

Schi bieten durchwegs gute Qualität. Jedes zweite Schisocken-Paar fällt durch.

Wien (OTS) - Alle Jahre wieder testet "Konsument" rechtzeitig vor Beginn der Wintersaison aktuelle Schimodelle. Im Rennen um die besten Plätze diesmal mit dabei: Riesentorlauf-Schi und Cross-Schi - beides Kategorien des oberen Preissegments. Und damit beim Schifahren niemand kalte Füße bekommt, hat das Verbrauchermagazin auch elf Paar Schisocken zwischen 7 und 30 Euro unter die Lupe genommen. Fazit:
Während die getesteten Schimodelle durchwegs gute Qualität bieten, entsprach mehr als die Hälfte der Schisocken nicht den Anforderungen der Tester.

Das Verbrauchermagazin hat je 13 Riesentorlauf- und Cross-Schi getestet, die preislich - bis auf drei Ausnahmen - zwischen 500 und 850 Euro inklusive billigster Bindung liegen. Gefragt war nicht nur Können im Praxistest, sondern auch überzeugende Leistung in der technischen Prüfung - diese gibt unter anderem Aufschluss über die Langzeitqualität der Produkte. Riesentorlauf-Schi eignen sich für sehr hohe Geschwindigkeiten und lang gezogene Schwünge, Cross-Schi versprechen hingegen mehr Wendigkeit - auch abseits der Piste. Tendenziell sind Riesentorlauf-Schi etwas schmaler und werden eine Spur länger gewählt. "Konsument": Für weniger gute Schifahrer zahlen sich die teuren Riesentorlauf-Modelle meist nicht aus, da die guten Eigenschaften vor allem bei hoher Geschwindigkeit zum Tragen kommen.

Alle Schi erfüllen fast durchwegs die hohen Qualitätskriterien, nur zweimal vergaben die Tester die Note "durchschnittlich". Das Rennen um das beste Ergebnis entschied "Fischer RC 4 Worldcup RC" klar für sich - als einziger schnitt er sowohl in der praktischen als auch in der technischen Prüfung "sehr gut" ab.
Häufigster Kritikpunkt im technischen Test war die geringe Kantenhöhe, die bei intensiver Nutzung die Lebensdauer des Schi deutlich verkürzt. Bei anderen Prüfkategorien traten kaum Probleme auf.

Ganz anders hingegen das Ergebnis des Schisocken-Tests: Sechs von elf geprüften Sockenpaaren entsprachen nicht den Anforderungen der "Konsument"-Experten und wurden daher "nicht zufriedenstellend" beurteilt.

Zwar gibt es in puncto Passform, Tragekomfort und Geruchsbildung kaum negative Ausreißer, der Waschtest wurde aber vielen Testkandidaten zum Verhängnis: Manche sind nach zehn Waschgängen -Schonwaschgang 30 oder 40 Grad, je nach Herstellerangabe - derart geschrumpft, dass sie wie Kindersöckchen anmuten. Schuld daran sind auch bei High-Tech-Produkten aus Synthetik-Gemisch die immer noch hohen Schafwoll-Anteile, die sich zwar positiv auf Geruchsbildung und Feuchtigkeitsaufnahme auswirken, aber beim Waschen die Socken leicht schrumpfen und verfilzen lassen. Nur "Skiing Professional SK2" und "Skiing Pro Race SK4" - beide von Falke - überstanden trotz Wollanteil von 14 bzw. 32 Prozent die Waschgänge weitgehend unbeschadet - ebenso die reinen Synthetikprodukte von Thorlo und Mico. "Konsument" rät daher, Socken mit hohem Wollanteil mit der Hand und einem speziellen Wollvollwaschmittel zu waschen.

"Konsument"-Tipp: Beim Kauf von Schisocken darauf achten, dass sie über den Schischuh-Rand hinaufreichen. Die einfachste Methode, zum individuell besten Schi zu kommen, ist selber testen. Der Sportartikel-Fachhandel hält durchwegs ein umfassendes Angebot an Leih-Schi bereit.

Noch mehr Tipps rund um die Wahl der richtige Schi-Länge, die Schi-Pflege und zum Tragen von Schisocken bietet die November-Ausgabe von "Konsument". Alle Info`s sowie eine Übersicht aller getesteten Modell gibt`s auch unter www.konsument.at.

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Verein für Konsumenteninformation
Eva Kolber
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
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