AK lehnt Selbstbehalt für Bankkunden bei Bankpleite ab

Wien (OTS) - Die AK lehnt den von Finanzstaatssekretär Alfred Finz geforderten 10-prozentigen Selbstbehalt für Einlagen über 3.500 Euro im Falle einer Bankeninsolvenz für Privatkunden vehement ab: Das ist kundenfeindlich, sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz.

Die Einlagensicherung wurde deshalb geschaffen, um Besitzern von Sparbüchern bei der Insolvenz eine gewisse Sicherheit zu geben, dass sie um ihr Erspartes nicht umfallen, erklärt Glatz. Derzeit sind höchstens 20.000 Euro pro Sparbuchbesitzer bei der Einlagensicherung für den Fall der Insolvenz einer Bank geschützt. Dieser Betrag soll laut einer in Begutachtung befindlichen Gesetzesnovelle zum Bankwesengesetz auf 30.000 Euro erhöht werden, wobei aber ein Selbstbehalt in der Höhe von 10 Prozent ab 3.500 Euro einführt werden soll. Einen Selbstbehalt gab es bisher nur bei für juristische Personen, bei Sparvereinen oder Sparbüchern für die Verwaltung der Rücklage bei Wohnungseigentümern. Die AK kritisierte stets, dass nicht jeder Sparvereinssparer und Wohnungseigentümer für die Verwaltung der Rücklage mit seiner Einlage mit bis zu insgesamt 20.000 Euro gesichert ist. Die AK fordert daher, dass auch für diese Personen ihre jeweilige Einlage abgesichert ist.

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