Flemming: Start der Initiative "Zukunftsforum 2004/2005"

ÖVP-Generalsekretär Lopatka unterstützt Initiative

Wien (OTS) - Gegen jegliche Diskriminierung älterer Menschen und für die Emanzipation der dritten und vierten Generation sprach sich heute, Dienstag, die Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes Dr. Marilies Flemming aus. "Der Kampf gegen die 'Altersangst' sowohl in unserer Gesellschaft, aber auch bei den Betroffenen selbst wird die große Herausforderung der nächsten Jahre sein", so Flemming. "Wir haben ein zweites Leben geschenkt bekommen, stehen fassungslos vor dieser gesellschaftlich einzigartigen Entwicklung und wissen nicht, wie damit umzugehen."

Eine von Flemming ins Leben gerufene und von der ÖVP-Bundespartei unterstützte Veranstaltungsreihe "Zukunftsforum 2004/2005 -Orientierungen für innovative Seniorenpolitik" soll der neuen Generation die Möglichkeit geben, sich zu artikulieren und ihre Bedürfnisse selbst zu definieren. Die Themen lauten u.a.: "Das Recht auf Gesundheit - auch für alte Menschen" mit Prof. Zimpfer und Dr. Lopatka, "Die Türkei - ein Kulturproblem für ältere Menschen" mit Dr. Rohan und CR Christoph Kotanko, "Sind wir Alte das Ende Europas?" mit VK a.D. Dr. Mock sowie dem Präsidenten der ESU, StS a.D. Dr. Worms und Botschafter aus Afrika, Japan und China, "Generationenvertrag -gibt es den?", "Sterbehilfe - eine Lösung des Pensionsproblems" mit DDr. Huber u.v.m.

Als Forderungen an die Politik nannte Flemming die Verankerung des Diskriminierungsverbots aufgrund des Alters in der Verfassung. Danach dürfte es keine Einschränkungen von Gesundheitsleistungen aufgrund des Alters, keine Beschränkung des Wahlalters, keine zwangsweisen Pensionierungen im Bundes- und Landesdienst sowie keine Stellenausschreibungen mit Altersangaben mehr geben. Flemming sprach sich ebenfalls für das moralisches Recht auf erstmaligen Antritt eines politischen Mandates auch mit 60 oder 70 aus.

Auch im Gesundheitsbereich gebe es große Herausforderungen. "Wir stehen vor der Tatsache, dass wir immer länger gesund leben, aber auch länger behindert und krank leben", so Flemming. Als Forderungen in diesem Zusammenhang nannte Flemming die Aufhebung des Berufsverbotes von Pflegepersonal aus den neuen EU-Staaten bereits vor sieben Jahren, die Aufwertung der Pflegeberufe, die ständige psychologische Betreuung und die Möglichkeit eines Rotationsbetriebes für pflegende Personen.

Mit der Emanzipation der dritten und vierten Generation müsse auch bereits im Umgang mit der Sprache begonnen werden. Worte wie "Vergreisung Europas", "Überalterung Österreichs" als auch der Begriff der "Alterung" unserer Gesellschaft sollte verpönt sein, so Flemming.

ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka sieht in der gewonnen Generation eine große Herausforderung für die Österreichische Volkspartei. "Wir haben diese Herausforderung schon sehr früh erkannt", so Lopatka. Mit Ingrid Wendl habe die Österreichische Volkspartei eine hervorragende Seniorensprecherin im Parlament. "Es ist unerlässlich, neben der Tagespolitik zu diskutieren, wie dieses riesige Potenzial der aktiven und jung gebliebenen älteren Generation genützt werden kann", so Lopatka. Der ÖVP-Generalsekretär bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei Marilies Flemming, die Initiative "Zukunftsforum 2004/2005" ins Leben gerufen zu haben.

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