ÖVP-Bundeskongress: Schüssel: Nach der Ernte säen wir heute die Saat der Zukunft

Viele Ideen, die in Alpbach entwickelt wurden sind heute Realität

Alpbach, 17. Oktober 2004 (ÖVP-PD) "Viele Ideen, die im Lauf der letzten Jahre bei unseren Treffen in Alpbach entwickelt worden sind, finden sich heute in der politischen Realität wieder", sagte ÖVP-Bundesparteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, heute, Sonntag, beim Abschluss-Plenum 'Zukunft' des ÖVP-Bundeskongresses in Alpbach. Schüssel nannte dabei unter anderem die Senkung der Abgabenquote oder zahlreiche arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie etwa die Lehrlingsoffensive. ****

"Es gibt keine Partei außer der unseren, die sich drei volle Tage, abseits des politischen Tagesgeschäftes, die Zeit nimmt, um über Zukunftsthemen der Politik und Gesellschaft ausführlich zu diskutieren", so Schüssel. "Nach jeder Zeit der Ernte, muss die Saat der Zukunft neu ausgebracht werden und das haben wir in den letzten drei Tagen hier in Alpbach getan."

In seiner Rede thematisierte der Bundeskanzler zahlreiche Zukunftsfragen, "mit denen wir uns sehr offen auseinandersetzen werden müssen". Die Identität kleinerer Staaten in einer globalisierten Welt sei ebenso ein wichtiges Thema wie die Zukunft des zusammen gewachsenen Europas. "Man kann sich international nur dann bewähren, wenn nicht jeder in seinem kleinen, nationalen Schrebergarten lebt, versteckt hinter eine großen Rosen-Hecke", so Schüssel, der ein klares Bekenntnis zur Integration ablegte. "In einem Land mit acht Millionen Einwohnern, muss es gelingen, 30.000 Menschen ohne große Probleme aufzunehmen und zu integrieren", sagte Schüssel.

Über die wichtigen ökonomischen Fragen hinaus, so Schüssel weiter, gäbe es eine Reihe von anderen bedeutenden Bereichen. "Wir werden etwa während der österreichischen EU-Präsidentschaft 2006 Kultur zum zentralen europäischen Thema der europäischen Aufmerksamkeit machen", kündigte der Bundeskanzler an.

In weiterer Folge warf der Bundeskanzler die Frage nach der Zukunft der Familien, des Umgangs der Gesellschaft mit der "gewonnenen Generation" der Senioren, die gestalterische Kraft von Frauen in der Gesellschaft und die Zukunft der partnerschaftlichen Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern auf.

Als "zentralen Bestandteil" der Gesellschaft nannte Schüssel die Stärkung der Eigenverantwortung und der für Mitmenschen. "Ohne die Verantwortung des Einzelnen, wird die Freiheit so dass sie auch viel Schatten und nicht nur Licht wirft. Diese Verantwortung muss jeder für sich selbst, aber auch für den Nächsten und die Gemeinschaft leben. Umgekehrt muss auch die Gemeinschaft Verantwortung für die Schwächeren übernehmen", so Schüssel. Deshalb müsse auch die Rolle des Staates neu definiert werden, denn man könne nicht - wie das die Sozialisten oft gerne tun - die selbst nicht wahrgenommene Verantwortung, etwa für Kinder oder alte Menschen, an den Staat delegieren.

Abschließend nahm der Bundeskanzler zur wirtschaftlichen Verantwortung des Staates Stellung und erläuterte den ökonomischen und gesellschaftlichen Sinn geringer Abgabenquoten: "Je mehr der Staat einnimmt, desto mehr verteilt er danach wieder und bestimmt damit aber auch sehr stark über das Leben von Menschen mit." Man müsse ausdiskutieren, wo die Grenzen der Verantwortung des Staates liegen würden. "Das Stellen und das Beantworten von Fragen wie diesen, ist die große Stärke und Aufgabe des Alpbach-Prozesses", so der Bundeskanzler.

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