Positive Bilanz von EU-Kommissar Franz Fischler mehr als fragwürdig!

Interessen der österreichischen Landwirtschaft klar vernachlässigt!

Wien (OTS) - "Die Amtszeit von EU-Kommissar Franz Fischler hat den österreichischen Bäuerinnen und Bauern weit weniger gebracht, als man erwarten konnte", so der freiheitliche Generalsekretär und Bundesobmann der Bauern, NRAbg. Uwe Scheuch zur heutigen Bilanz Franz Fischlers in der ORF Pressestunde. Da die Agrarpolitik größtenteils in Brüssel gemacht wird, liege auch dort die Zuständigkeit für viele falsch gelaufene Strategien. "Es reicht nicht, Agrarpolitik mit Förderpolitik gleich zu setzen und sich zu rühmen, EU-Geld nach Österreich gebracht zu haben", so Scheuch in Richtung Bauernbund. "Unsere Aufgabe muss es sein, den Bäuerinnen und Bauern - und hier vor allem der Jugend - echte Alternativen aufzuzeigen!"****

Scheuch attestierte Fischler zwar generell agrarische Kompetenz, aber leider nur im Bereich der großen Betriebe und Agrarfabriken. Die EU Agrarpolitik gefährde die kleinen Familienstrukturen unserer bäuerlichen Betriebe im Alpenraum. "Alle Reformen und Veränderungen, welche unter Franz Fischler eingeleitet und umgesetzt wurden, hatten ein Bauernsterben in Österreich zur Folge! Man kann wohl schwer von einer erfolgreichen Agrarpolitik sprechen, wenn täglich Bauern ihre Höfe aufgeben", so Scheuch weiter.

Scharfe Kritik erntete Fischler auch für sein fehlendes Österreich-Lobbying in Brüssel. "Unser Land hätte in den letzten Jahren öfter mal wirklich aktive Unterstützung und Lobbying in Brüssel benötigt!", so Scheuch in Richtung Franz Fischler. Seiner Meinung nach muss es die Aufgabe eines Kommissars sein, neben seinen Agenden auch massiv die Interessen seiner Heimat zu vertreten.

Fischlers Aussagen zur EU-Erweiterung und der Türkei-Frage zeigen auch eindeutig, wie abgehoben und planlos die EU-Gremien wären. "Auf der einen Seite vom Pulverfass Türkei zu sprechen, auf der anderen Seite von Österreich als schon jetzt eindeutigem Nettozahler noch mehr Solidarität zu fordern, ist nicht nur frech, sondern offenbart, dass Fischler ebenso wie die gesamte EU-Kommission wieder vom hohen Ross heruntersteigen muss, um die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber der EU zu verbessern", ließ Scheuch gegenüber der Presse verlautbaren.

Für Scheuch wäre es auch wünschenswert, wenn der österreichische Kommissar regelmäßig im nationalen Parlament über seine Arbeit in Brüssel berichten würde, und offene Fragen beantworten könnte. "In meine zwei Jahren als Abgeordneter habe ich Franz Fischler jedenfalls nie im Parlament gesehen", zeigte sich Scheuch enttäuscht. "Ich hoffe, dass sich die künftige EU-Kommissarin Benita Ferrero Wallner verstärkt als Botschafterin Österreichs in Brüssel einbringen wird und so sicher stellt, dass die Anliegen und Interessen unserer Heimat in Brüssel in den nächsten Jahren besser aufgehoben sind", meinte Scheuch abschließend.

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