ÖVP-Bundeskongress: Innovative Antworten auf Zukunftsfragen

Arbeitskreis: "Informationsgesellschaft.aufbauen"

Alpbach, 16. Oktober 2004 (ÖVP-PD) Die Veränderung der Gesellschaft und ihrer Werte durch neue Kommunikationstechnologien war Thema des Arbeitskreises "Informationsgesellschaft.aufbauen". Unter der Leitung des burgenländischen ÖVP-Klubobmanns Nikolaus Berlakovich erörterten Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch, Kunststaatssekretär Franz Morak, der General Manager der Research Studios Austria, ARC Seibersdorf, Peter Bruck, Ars Electronica-Geschäftsführer Gerfried Stocker und Rudolf Bretschneider von Fessel-GfK den Weg hin zu einer integrativen, barrierefreien und gesellschaftlich gewinnbringende Informationsgesellschaft. ****

Alle Bereiche des Lebens werden durch digitale Datenströme eingebunden und verändern in einer "stillen Revolution" die Kultur unserer Gesellschaft. "Die bisherigen Grundkenntnisse - lesen, schreiben, rechnen - werden um PC-Kenntnisse erweitert", so Berlakovich, der im "Überlebensfaktor Information" enorme volkswirtschaftliche und bildungswissenschaftliche
Herausforderungen sieht, die es zu bewältigen gelte.

"Globalisierung braucht man nicht zu fürchten, die kommt auf jeden Fall, darum gehen wir es an", betonte Kunststaatssekretär Franz Morak die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit den neuen Technologien. "Wir müssen innovative Antworten auf die Zukunftsfragen finden." Die Informationsgesellschaft biete jedenfalls die Chance auf eine Vielzahl neuer Berufe, neuer Märkte und schaffe damit das Potential für neue Dienstleistungen und Arbeitsplätze "gerade für die kleinen- und mittleren Unternehmen". Was die Einführung von e-government, den Ausbau von Breitband und die Digitalisierung des Rundfunks betreffe, sei "Österreich führend in Europa", so Morak.

Der Präsident des Österreichischen Bauerbundes, Fritz Grillitsch, sieht durch die Entwicklung von der Agrar- über die Industrie- hin zur Informationsgesellschaft "gerade für den ländlichen Raum enorme Veränderungsdynamik und Chance, die Welt ins Dorf zu bringen". Beim Ausbau der dazu notwendigen Infrastruktur
der Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) habe diese Bundesregierung daher mit einer Förderung des Breitband-Ausbaus von 10 Millionen Euro im Wachstumspaket einen "ersten Schritt gesetzt, damit die Arbeit im ländlichen Raum bleibt".

"Wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft", betonte Dr. Peter Bruck, ARC-Seibersdorf-Generaldirektor. Die Grundwerte der Lebens- und Arbeitswelt würden sich dramatisch verändern, und über diese neuen Werte wie Internetethik müsse diskutiert werden. Gerade beim ÖVP-Alpbachkongress wird diese innovative Verarbeitung von
Informationen im Dialog aktiv betrieben." Die Informationsgesellschaft bedeute im Kern eine "völlige Umkehrung der ökonomischen und damit gesellschaftlichen Grundwerte, wenn der Wert der 'Ressource Information' gleich Null geht". Bruck fordert daher mehr Anerkennung für die produzierten Inhalte.

Eine Brücken von der Wirtschaft, Politik und Philosophie hin zur Kultur schlug Ars Electronica-Geschäftsführer Gerfried Stocker. "Die digitale Revolution kann ohne die Rolle der Kultur gar nicht stattfinden." Am Beispiel des vor nunmehr 25 Jahren gegründeten interdisziplinären Festivals mit der Zielsetzung der Überschneidung von Kunst, Technologie und Gesellschaft, so Stocker, sei klar geworden, "dass Künstler Kommunikation denken können und die Herausforderung, die die Informationsgesellschaft an uns stellt, in die Köpfe der Menschen trägt".

Fessel-GfK-Geschäftsführer Prof. Dr. Rudolf Bretschneider unterlegte die Diskussionsbeiträge mit konkreten Zahlen: So habe das "Netz" in Österreich den Sprung zum Massenmedium bereits geschafft. "4,2 Millionen Menschen haben bereits Zutritt zum Internet." "Extrem stark gestiegen" sei dabei die Heimnutzung. Auch der Zuwachs bei den über 60-jährigen mit 350 Prozent zeige "wohin die Reise geht. Das Netz ist Labor, Marktplatz und 'Tratsch-Raum'". Außerdem seien die Fortschritte beim e-goverment in Österreich beachtlich, so Bretschneider.

Zum Abschluss sei noch das Einführungsstatement der ausgeteilten Unterlagen erwähnt: "Die Geschwindigkeit, mit der wir heutzutage Informationen erhalten, lässt uns keine Zeit zum Denken", konstatierte der Chef der britischen Admiralität, Lord Melville, 1860 anlässlich der Einführung des Briefdienstes der Eisenbahn.

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