- 16.10.2004, 11:00:52
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Broukal zu Elite-Unis: ÖVP spät dran und planlos
ÖVP spricht über Zukunft, die sie gerade zu Grabe getragen hat
Wien (SK) "Die ÖVP versucht beim Thema 'Elite-Universität'
auf den Gusenbauer-Zug aufzuspringen, allerdings ist sie sehr spät
dran und weiß zudem nicht, wohin die Reise gehen soll", erklärte
SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal zu den Versuchen der ÖVP,
sich bei diesem Thema zu profilieren. Für den
SPÖ-Wissenschaftssprecher ist es zudem "äußerst zynisch, dass die ÖVP
sich bei ihrem Bundeskongress hinsetzt und über die Zukunft der
Forschung und Bildung sprechen will, während sie die Tage zuvor mit
dem Budget 2005/2006 gerade die Zukunft der Bildung und der Forschung
zu Grabe getragen hat", so Broukal Samstag gegenüber dem Pressedienst
der SPÖ. ****
Den Universitäten fehlt das Geld an allen Ecken und Enden,
Lehre und Forschung sind gefährdet, die Betreuung der Studierenden
ist nicht mehr gewährleistet, aber die ÖVP kündige vollmundig
Elite-Universitäten an, die laut Anton Zeilinger 50 bis 100 Millionen
Euro im Jahr kosten. "Die ÖVP denkt an Elite-Unis, während sie gerade
die bestehenden Unis zerstört. Mit Nachhaltigkeit und Gestalten der
Zukunft hat dies nichts zu tun", so Broukal, der darauf aufmerksam
macht, dass sich die ÖVP überhaupt nicht viel überlegt zu haben
scheint, würden die Ideen für Elite-Unis doch zwischen "virtuellem
Institut" und "Uni auf der grünen Wiese" pendeln, und auch die
Finanzierung sei völlig unklar.
"Während die ÖVP eine virtuelle Diskussion führt, hat die SPÖ
ihre Vorschläge für EU-weite Elite-Institutionen - eine davon in
Österreich und aus EU-Mitteln finanziert - längst vorgelegt", so der
SPÖ-Wissenschaftssprecher abschließend. (Schluss) cs
OTS0020 2004-10-16/11:00
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