Burgenland nimmt Müllsplittinganlage DIVITEC in Betrieb

Abfallanlage eröffnet/EUR 15 Millionen investiert/81.250 Tonnen Jahreskapazität Oberpullendorf (OTS) - Nach einjähriger Bauzeit geht in der mittel-burgenländischen Bezirkshauptstadt Oberpullendorf die Müllsplittinganlage DIVITEC für nicht gefährliche Abfälle in Betrieb.

Am Freitag nahmen Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrat Paul Rittsteuer die offizielle Eröffnung der Müllsplittinganlage DIVITEC in Oberpullendorf vor. Auf einer befestigten Fläche von 12.500 m2 wurden eine Wiegebrücke mit 18 m Länge, ein Verwaltungsgebäude mit 400 m2 und schließlich das Kernstück der Anlage, eine Aufbereitungshalle mit 4.000 m2 errichtet. Technisch gesprochen handelt es sich um eine mechanisch-physikalische Abfallbehandlungs-anlage, die unmittelbar neben den bestehenden Anlagen der Umweltdienst Burgenland GmbH errichtet wurde. Die Anlage ist mit modernster Sortier-, Zerkleinerungs-, Abscheide- und Aufbereitungsmechanik ausgestattet und für einen jährlichen Durchsatz von maximal 81.250 Tonnen Müll dimensioniert. Das Investitionsvolumen betrug EUR 15 Millionen.

Ziel der mechanisch-physikalischen Aufbereitung ist, den Müll soweit von heizwertreichen Komponenten oder Anteilen zu trennen, dass nach einem biologischen Rotteprozess der gesetzlich vorgeschriebene Heizwert nicht überschritten wird. Der Gesetzgeber verlangt jedoch nicht nur, dass die Abfälle weitgehend reaktionsarm sind - ebenso fordert er die Rückgewinnung von Wertstoffen. "DIVITEC verfolgt das Ziel, den höchstmöglichen Wertstoffanteil aus den Abfällen zurück zu gewinnen, vor allem Kunststoffe und Metalle", sagt Walter Bierbaum, Geschäftsführer der UDB Abfallservice GmbH, die die Anlage im Auftrag der Umweltdienst Burgenland GmbH errichtet hat und betreiben wird.

Zur offiziellen Eröffnung fand sich jede Menge Prominenz aus Politik und Wirtschaft in Oberpullendorf ein. Den offiziellen Eröffnungsakt nahmen allen voran Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrat Paul Rittsteuer vor. Landeshauptmann Niessl hob die regionalpolitische Bedeutung der Anlage hervor: "DIVITEC bedeutet Entsorgungssicherheit für burgenländische Haushalte." Zugleich sei der Bau ein wesentlicher Beitrag zur Steigerung der Umweltstandards. Landesrat Rittsteuer zeigte sich zufrieden darüber, dass der burgenländische Abfallwirtschafts-plan umgesetzt wurde: "Mit DIVITEC ist das Land selbst im Stande, die Anforderungen der Deponieverordnung zu erfüllen."

Die Verordnung schreibt vor, dass Abfälle vor einer Deponierung behandelt werden müssen. Mit der Anlage DIVITEC erfüllt der Umweltdienst Burgenland diese gesetzlichen Auflagen, indem nach einer entsprechenden Behandlung einerseits reaktionsarme Reststoffe und andererseits heizwertreiche Fraktionen übrig bleiben. Letztere werden der AVE Reststoffverwertung Lenzing in Oberösterreich übergeben, dort verbrannt und zur Dampferzeugung genutzt.

Wirtschaftlich steht die Umweltdienst Burgenland GmbH auf gesunden Beinen: Im vergangenen Geschäftsjahr konnte ein Umsatz von EUR 22 Millionen erwirtschaftet werden, bei einer Verdoppelung des EGT auf EUR 320.000. Die gesamte Unternehmensgruppe Burgenländischer Müllverband steigerte den Umsatz mit 250 Beschäftigten auf knapp EUR 30 Millionen.

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