Knafl vor Landestag des Oberösterreichischen Seniorenbundes: "Starke Senioren - Sichere Zukunft!

Seniorenbund: Große Erfolge in politischer Vertretung und als Serviceorganisation

Wien/Linz (OTS) - Auf dem gestern abgehaltenen 17. Landestag des Oberösterreichischen Seniorenbundes, der mit über 75.000 Mitgliedern größten Landesseniorenorganisation Österreichs, hielt Stefan Knafl, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, vor rund 1000 Delegierten unter dem Motto "Starke Senioren - Sichere Zukunft" eine vielbeachtete Rede zu den großen Erfolgen des Seniorenbundes sowohl als politische Vertretung als auch als Serviceorganisation.

Knafl betonte in seiner Rede das von Landessobmann LH a.D. Josef Ratzenböck, der mit 99,2 % wiedergewählt wurde, geprägte Wort von der Gewerkschaft der Senioren, welche der Österreichische Seniorenbund darstellt. Knafl wörtlich: "Wir vom Seniorenbund sind die Einzigen, die die Anliegen der Senioren vertreten können, im Gegensatz zur Opposition und zu den Vertretern der Aktiven".

Pflegegeld erhöht

Ein großer Erfolg ist die Erhöhung des Pflegegeldes um 2 %, die der Österreichische Seniorenbund auch nachdrücklich gefordert hat. Im Gegensatz dazu hat SPÖ-Chef Gusenbauer im Jahr 2002 das Pflegegeld sogar noch grundsätzlich in Frage gestellt. Bundesminister Haupt hat in diesem Zusammenhang kürzlich im Gespräch sogar versichert, dass er sich für eine weitere Erhöhung im Jahr 2006 einsetzen wird.

Pensionsharmonisierung

"Die Pensionsharmonisierung ist im Interesse der langfristigen Sicherung und Finanzierbarkeit der Pensionen unbedingt erforderlich, nur dadurch kann den gewaltigen Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur Rechnung getragen werden, so Knafl weiter. Ich begrüße, dass ab dem Jahre 2006 Pensionen mit der Inflationsrate erhöht und so in ihrem Wert gesichert werden, lehne aber weitere Solidarbeiträge für Bezieher "höherer Pensionen" ab, da diese ohnehin schon seit dem Jahr 2000 mehr als 10 % Solidarbeiträge geleistet haben.

Steuerreform 2005

Im Kampf um die Interessen der Senioren haben sich auch bei der Steuerreform Erfolge gezeigt. So werden Jahreseinkommen bis 13.500 Euro steuerfrei gestellt, aber auch darüber liegende Pensionen werden steuerlich deutlich entlastet, so Knafl.

Gesundheitsreform

Knafl erinnerte in seiner Rede an das bestehende, hervorragende österreichische Gesundheitssystem und verlangte, dass alles unternommen werden muss, um dieses zu erhalten, wobei dafür natürlich ein Beitrag aller Beteiligten erforderlich sein wird. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang das Kostenbewusstsein aller Verantwortlichen weiter zu verstärken, insbesondere bei den Krankenversicherungsträgern, den Spitälern, den Ärzten und den Versicherten. So befinden sich z.B. in den österreichischen Haushalten nicht verwendete Medikamente im Wert von rund einer Milliarde Euro. Jeder Beteiligte muss sparen, damit eine 100 %ige medizinische Versorgung für alle Versicherten auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Dennoch muss aber im Zuge der Gesundheitsreform auch darauf Bedacht genommen werden, dass die Ärzte auch wieder mehr Zeit für ihre Patienten haben.

Im Zuge der bevorstehenden Einführung der e-card und der damit zusammenhängenden Abschaffung des Krankenscheins erinnerte Knafl daran, dass Pensionisten seit 1996 statt einer Krankenscheingebühr einen um 0,25 % höheren Krankenversicherungsbeitrag zahlen, der - wie auch immer die zukünftige Finanzierungslösung ausschaut - natürlich zu berücksichtigen sein wird.

Mitbestimmung

In diesem Zusammenhang begrüßte Knafl die Aufnahme von drei Seniorenvertretern in die Trägerkonferenz, dem obersten Organ des neu strukturierten Hauptverbandes, kritisierte aber gleichzeitig die Nichtberücksichtigung im zweiten Organ des Hauptverbandes, dem Vorstand. "Ich verlange, dass Seniorenvertreter in allen Organen der Sozialversicherung, so auch im Vorstand des Hauptverbandes, gleichberechtigt mit den Aktiven vertreten sein müssen", so Knafl.

Der Österreichische Seniorenbund beweist damit nicht nur eine politische Interessenvertretung sondern auch eine leistungsstarke Serviceorganisation der Senioren für alle Lebensbereiche zu sein. "Allerdings gilt es, diese weiter zu entwickeln. Wir werden uns um die vielen Einsamen in unserer Gesellschaft verstärkt kümmern müssen und alle sind gefordert, im Bereich der Freiwilligenarbeit hier mit zu wirken, sowohl junge Senioren als auch die junge Generation, da wir alle in einem Boot sitzen", so Knafl abschließend.

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