- 14.10.2004, 13:18:48
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ÖH: Vorschlag von Ministerin Gehrer nur Verlagerung des Problems
Tausende Studierende fühlen sich angesichts der Vorschläge Gehrers gefrotzelt
Wien (OTS) - Die Ankündigungen von Ministerin Gehrer 25 Millionen
Euro als Hilfe in den nächsten zwei Jahren Österreichs Universitäten
zur Verfügung zu stellen, bezeichnet die ÖH (Österreichische
HochschülerInnenschaft) als "Frotzelei".
Barbara Wittinger aus dem Vorsitzteam der BV dazu: "Gehrers 25
Millionen Euro sind nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die Schmerzen des Dauerpatienten Universität können nur durch 100
Millionen Euro Soforthilfe kurzfristig gelindert werden, ein
tatsächlicher Heilprozess ist erst ab 200 Millionen Euro möglich."
Wittinger weiter: "Wenn Gehrer wirklich vorhat 25 Millionen Euro aus
dem Forschungsbereich in die Lehre umzuleiten, dann zeigt das zudem
erneut ihre Kurzsichtigkeit. Diese 25 Millionen Euro fehlen dann bei
der Forschung, welche das Fundament guter Lehre ist - sofern die
Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Finanzierung, stimmen."
Patrice Fuchs, aus dem Vorsitzteam der ÖH dazu: "Es zeugt von
Arroganz und fehlender Fachkompetenz, wenn heute - immerhin über 4
Jahre nach ihrem Antritt als zuständige Ministerin - Gehrer einräumt
Fehler in der Finanzierung von Österreichs Universitäten gemacht zu
haben. Das ist schon seit spätestens 2001 klar, und seit damals wurde
um ein Einlenken Gehrers gebettelt, um den bevorstehenden
Zusammenbruch abzuwenden."
Abschließend fordert das Vorsitzteam der ÖH die Parteien im Parlament
- und allen voran die Regierungsparteien - zur sofortigen Vorlage
eines Budgetüberziehungsgesetzes für die Jahre 2004, 2005 und 2006
von 100 Millionen Euro pro Jahr, zweckgebunden für die Universitäten,
auf.
OTS0196 2004-10-14/13:18
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