Glawischnig zu Temelin-Vollbetrieb: Minister Pröll soll offiziellen Protest einlegen

Genehmigung ungerechtfertigt und inakzeptabel

Wien (OTS) "Ich erwarte mir von Minister Pröll einen umgehenden und scharfen offiziellen Protest gegen die völlig ungerechtfertigte und inakzeptable Genehmigung des Temelin-Vollbetriebs bei der tschechischen Regierung", so Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen. "Es ist skandalös, dass der Umweltminister den Vollbetrieb als Teilgenehmigung verharmlost und vorgibt, das hätte nichts mit dem Melker Prozess zu tun. Minister Pröll soll den Vollbetrieb als das bezeichnen was er ist, nämlich ein glatter Bruch des in Melk unterschriebenen Regierungsübereinkommens zwischen Österreich und Tschechien durch die tschechische Atombehörde", so Glawischnig. "Ansonsten gerät der Umweltminister in den Geruch, sich auf die Seite der tschechischen Atomlobby zu stellen." Die tschechische Atombehörde hatte gestern völlig überraschend die atomrechtliche Genehmigung für den Vollbetrieb des AKW Temelin für 10 Jahre erteilt. De facto entspreche dies ganz klar der Aufnahme des kommerziellen Betriebes und damit einem Bruch des Melker Abkommens, so Glawischnig. Die gravierenden Sicherheitsmängel bei Temelin seien bis heute nicht behoben.

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