- 11.10.2004, 16:29:46
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Haus der Barmherzigkeit fordert selektive Pflegegeld-Anpassung
Wien (OTS) - Das Wiener geriatrische Pflegekrankenhaus "Haus der
Barmherzigkeit" begrüßt die Erhöhung des Pflegegeldes um zwei
Prozent. Dies kann laut Ärztlichen Direktor Prim. Univ.-Prof. Dr.
Christoph Gisinger aber nur "ein Tropfen auf den heißen Stein sein".
Er fordert eine selektive Anhebung der mittleren und höheren Stufen
auf ein kostendeckendes Niveau.
Eine selektive Anpassung des Pflegegeldes soll dazu führen, dass
vor allem den rund 125.000 mittleren und schweren Pflegefällen - ab
der Pflegestufe drei - geholfen werden kann. (Die Gesamtzahl der
Pflegegeldbezieher beträgt rund 300.000 Personen, Anm..) "Während bei
den beiden niedrigsten Pflegestufen eins und zwei keine
Pflegeleistungen im engeren Sinn, sondern hauptsächlich
hauswirtschaftliche Unterstützung wie Wohnungsreinigung und
Einkaufsdienste notwendig sind, steigen Betreuungsaufwand und
Anforderungen sprunghaft ab der Pflegegeld-Stufe drei an." Wenn das
in Zeiten besonderer Budgetknappheit nicht möglich sein sollte, so
müsste zumindest eine Erhöhung von rund 14 % vorgesehen werden. Das
ist jener Prozentsatz, der der Inflationsrate von 1996 bis 2004
entspricht. Den Mehraufwand für eine halbwegs faire Valorisierung der
Pflegestufen drei bis fünf könne man dadurch ausgleichen, dass
Auszahlungen bei den beiden niedrigsten Pflegegeldstufen eins und
zwei in Zukunft nicht mehr wie bisher einkommens- und
vermögensunabhängig erfolgen, so Gisinger. Weiter: "Pflegebedürftige
Menschen brauchen keine Gießkanne. Gebraucht wird ein zielgerichteter
Einsatz der Mittel für die mittleren und schweren Pflegefälle mit dem
Ziel, Pflege und Betreuung so lange wie möglich zu Hause zu
ermöglichen".
OTS0213 2004-10-11/16:29
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