Haus der Barmherzigkeit fordert selektive Pflegegeld-Anpassung

Wien (OTS) - Das Wiener geriatrische Pflegekrankenhaus "Haus der Barmherzigkeit" begrüßt die Erhöhung des Pflegegeldes um zwei Prozent. Dies kann laut Ärztlichen Direktor Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger aber nur "ein Tropfen auf den heißen Stein sein". Er fordert eine selektive Anhebung der mittleren und höheren Stufen auf ein kostendeckendes Niveau.

Eine selektive Anpassung des Pflegegeldes soll dazu führen, dass vor allem den rund 125.000 mittleren und schweren Pflegefällen - ab der Pflegestufe drei - geholfen werden kann. (Die Gesamtzahl der Pflegegeldbezieher beträgt rund 300.000 Personen, Anm..) "Während bei den beiden niedrigsten Pflegestufen eins und zwei keine Pflegeleistungen im engeren Sinn, sondern hauptsächlich hauswirtschaftliche Unterstützung wie Wohnungsreinigung und Einkaufsdienste notwendig sind, steigen Betreuungsaufwand und Anforderungen sprunghaft ab der Pflegegeld-Stufe drei an." Wenn das in Zeiten besonderer Budgetknappheit nicht möglich sein sollte, so müsste zumindest eine Erhöhung von rund 14 % vorgesehen werden. Das ist jener Prozentsatz, der der Inflationsrate von 1996 bis 2004 entspricht. Den Mehraufwand für eine halbwegs faire Valorisierung der Pflegestufen drei bis fünf könne man dadurch ausgleichen, dass Auszahlungen bei den beiden niedrigsten Pflegegeldstufen eins und zwei in Zukunft nicht mehr wie bisher einkommens- und vermögensunabhängig erfolgen, so Gisinger. Weiter: "Pflegebedürftige Menschen brauchen keine Gießkanne. Gebraucht wird ein zielgerichteter Einsatz der Mittel für die mittleren und schweren Pflegefälle mit dem Ziel, Pflege und Betreuung so lange wie möglich zu Hause zu ermöglichen".

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