- 11.10.2004, 15:24:09
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SLÖ-Grubich: Gedächtnislücken oder Parteitreue?
Wien (OTS) Im Kollegium des Wiener Stadtschulrates wurde heute
Montag dem vorgelegten Stellenplan für das Schuljahr 2004/5
mehrheitlich zugestimmt. Allerdings ohne den Stimmen der Grünen und
der ÖVP-Fraktion. Wie der Bildungssprecher der ÖVP Walter Strobl
erklärte, sei seine Partei mit der Verteilung der Dienstposten nicht
einverstanden. Übersehen wurde von ihm allerdings, dass die
Dienstposten zuerst vorhanden sein müssen, um sie überhaupt verteilen
zu können.****
"Wer dem Stellenplan nicht zustimmt, lässt damit 2416 Wiener
Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Stich", resümierte
Regina Grubich-Müller, die Wiener Vorsitzende des
Sozialdemokratischen LehrerInnenvereins Österreichs (SLÖ). "Die
Differenz von 682 mehr geforderten Dienstposten gegenüber dem
heurigen Schuljahr verdanken wir der verantwortungsvollen Planung des
Wiener Stadtschulrates", freute sich Grubich-Müller. Dienstposten zu
fordern, um die Gesetzesaufträge zu erfüllen, sei den populistischen
Agitationen von konservativen Wiener Bildungspolitikern, die von der
Bundespartei offensichtlich auf Linie gebracht wurden, vorzuziehen.
Im vergangenen Frühling hatte Walter Strobl dem Stellenplan nämlich
noch zugestimmt, so Grubich-Müller. (Schluss)
Rückfragehinweis: mailto: reinhard.dumser@ssr-wien.gv.at
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