SLÖ-Grubich: Gedächtnislücken oder Parteitreue?

Wien (OTS) Im Kollegium des Wiener Stadtschulrates wurde heute Montag dem vorgelegten Stellenplan für das Schuljahr 2004/5 mehrheitlich zugestimmt. Allerdings ohne den Stimmen der Grünen und der ÖVP-Fraktion. Wie der Bildungssprecher der ÖVP Walter Strobl erklärte, sei seine Partei mit der Verteilung der Dienstposten nicht einverstanden. Übersehen wurde von ihm allerdings, dass die Dienstposten zuerst vorhanden sein müssen, um sie überhaupt verteilen zu können.****

"Wer dem Stellenplan nicht zustimmt, lässt damit 2416 Wiener Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Stich", resümierte Regina Grubich-Müller, die Wiener Vorsitzende des Sozialdemokratischen LehrerInnenvereins Österreichs (SLÖ). "Die Differenz von 682 mehr geforderten Dienstposten gegenüber dem heurigen Schuljahr verdanken wir der verantwortungsvollen Planung des Wiener Stadtschulrates", freute sich Grubich-Müller. Dienstposten zu fordern, um die Gesetzesaufträge zu erfüllen, sei den populistischen Agitationen von konservativen Wiener Bildungspolitikern, die von der Bundespartei offensichtlich auf Linie gebracht wurden, vorzuziehen. Im vergangenen Frühling hatte Walter Strobl dem Stellenplan nämlich noch zugestimmt, so Grubich-Müller. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

mailto: reinhard.dumser@ssr-wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW0002