- 11.10.2004, 13:31:24
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Ökostrom: SPÖ-Forderung würde Kosten vervierfachen
Einladung zu Gesprächen mit SPÖ bereits in der Vorwoche ausgesprochen
Wien (BMWA-OTS) - Zum heute geäußerten Vorwurf des
SPÖ-Umweltsprechers Kai Jan Krainer (OTS 123 - " Ökostrom: Krainer
wirft ÖVP Klientelpolitik vor) stellt das Bundesministerium für
Wirtschaft und Arbeit (BMWA) fest, dass bereits in der Vorwoche der
für die Materie zuständige SPÖ-Energiesprecher Georg Oberhaidinger zu
Gesprächen mit Bundesminister Dr. Martin Bartenstein eingeladen
worden sei.
Zu der von Krainer geforderten Anhebung des Ökostrom-Ziels auf
einen Anteil von 10% der Stromabgabemenge im Jahr 2010 verweist das
BMWA auf die damit verbundene Belastung der Stromkonsumenten: Dieser
Anteil würde mindestens das Dreifache des jetzig prognostizierten
Subventionsvolumens für Ökostrom in Österreich bedeuten: Bis 2010
müssten brutto rund fünfeinhalb Milliarden Euro zur Verfügung
gestellt werden, was einen Ökostrom-Zuschlag von ca. 1,2 bis 1,3 Cent
je Kilowattstunde ergeben würde - gegenüber 0,41 Cent/kWh im Jahr
2010 entsprechend dem Regierungsentwurf. Ein Durchschnittshaushalt
wäre dann mit ca. 70 Euro im Jahr mehr als doppelt so hoch als im
Regierungsentwurf vorgesehen belastet. Derzeit zahlt ein Haushalt ca.
18 Euro für die Förderung von Ökostrom, mit der SPÖ-Forderung würden
sich die Kosten für einen Haushalt demnach vervierfachen!
Der Regierungsentwurf zur Novelle des Ökostromgesetzes verzichtet
- im Interesse des Wirtschaftsstandortes - auf eine massive Erhöhung
des Strompreises und legt den Wert auf die Effizienz der vergebenen
Fördermittel für den Ökostrombereich.
OTS0163 2004-10-11/13:31
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