Strategieplan für Wien - SP-Schieder: "Regional kooperieren und in Wissen investieren"

"Stadt muss Chancen im erweiterten Europa nutzen!"

Wien (SPW-K) - Am 15. Oktober soll die Endfassung des Wiener Strategieplans in der Stadtentwicklungskommission beschlossen werden. "Im Strategieplan 2004 werden die wichtigsten Strategiefelder und Entwicklungsansätze für Wien für die nächsten Jahre festgelegt", betont Gemeinderat Mag. Andreas Schieder, stellvertretender Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Stadtentwicklung. "Im Jahr 2000 wurde der erste Wiener Strategieplan erarbeitet. Der nun vorliegende Entwurf für den Strategieplan Wien im erweiterten Europa ist mehr als die bloße Weiterentwicklung des 2000 Strategieplans. Der Strategieplan 2004 ist wesentlich umfangreicher und soll nun nach einer umfassenden Diskussionsphase beschlossen werden."

Alle politischen Fraktionen im Gemeinderat seien zum konstruktiven Dialog und zur Stellungnahme zum Strategieplan eingeladen worden -"und die SPÖ hat ihre Schwerpunkte eingebracht", so Schieder weiter. " Neben den Querschnittsthemen nachhaltige Entwicklung, europäische Integration, Wechselwirkung Stadtentwicklungs- und Wirtschaftspolitik, soziale Sicherheit, Gleichstellung und Integrationspolitik enthält der Strategieplan enthält 41 strategische Projekte, wovon 24 neue Projekte sind."

Exemplarisch seien aus dem ca. 150 Textseiten umfassenden Strategieplan zwei Themengruppen herauszustellen: "Regionale Kooperationen im erweiterten Europa und die Investition in Wissen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts", betont Schieder.

Regionale Kooperation

"Die Europäische Union bestimmt nicht nur die Rahmenbedingungen, sie ist auch politische Handlungsfeld", betont der Gemeinderat. Wien engagiere sich gemeinsam mit anderen Städten und Region für eine Weiterentwicklung der EU. "Nicht nur was die Städte- und Regionalpolitik betrifft, sondern auch die demokratischen und partizipatorische Weiterentwicklung und die europäischen Wirtschafts-und Sozialpolitik."

Die heutige Herausforderung sei es, die sozialen Anforderungen und die öffentlichen Aufgaben auch im wirtschaftlichen Wettbewerb und in der neoliberalen Ökonomie der Globalisierung zu erfüllen. "Auch für die urbane Entwicklung braucht es ein menschenwürdiges Gleichgewicht zwischen Marktwirtschaft und Wettbewerb auf der einen Seite und sozialer Sicherheit, Gesundheit, Integration, Bildung, leistbaren Wohnraum auf der anderen Seite."

Wiens internationale Positionierung sei ein bedeutendes Projekt im neuen Jahrtausend: "Die Stadtentwicklung kann sich weder auf den urbanen Kernbereich beschränken noch im Alleingang erfolgen. Über das Projekt CENTROPE soll eine neue Qualität der regionalen Kooperation erreicht werden. CENTROPE umfasst das Gebiet: Wien, NÖ, Burgendland, Brünn, Györ, Sopron und Bratislava."

ES gebe aber Forderungen, die außerhalb des Einflussbereiches Wiens lägen, so Schieder. "Dazu zählt die rasche Finanzierungszusicherung zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zwischen Wien und Bratislava auf Schiene und Straße und der Bau des Umfahrungsringes und des Güterterminals Freudenau."

Wien investiert in Wissen

Weiters müsse Innovationsfähigkeit der Wiener Wirtschaft müsse weiter gestärkt werden: "Im Unterschied zu anderen Großstädten hat Wien keine eindeutigen Leitsektoren. Daraus - und aus der geografischen Lage - ergibt sich die Drehscheibenfunktion Wiens. Neben der Nutzung der Chancen der neuen Märkte der MOE-Länder ist eine Weiterentwicklung der Kernkompetenzen, der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit in jenen Bereichen sinnvoll, in denen auch Vorteile auf den internationalen Märkten zu erwarten sind." Dies gelte zum Beispiel für die Biotechnologie, den Pharmabereich, die Automotive Industries und die Creative Industries. "Über die Clusterinitiativen der Stadt Wien sollen die Kooperationen zwischen Ausbildung, Wissenschaft und Wirtschaft verstärkt werden."

Die Förderung dieser Clusterinitiativen erfolge durch den Wiener Wirtschaftsförderungsfonds, das ZIT, depARTure und die Wienholding. "Beispiele sind unter anderem das Vienna Biotech Center, Life Sciences, das Biotechzentrum Muthgasse, der Automotive Cluster Vienna Region, die strategische Allianz mit dem Austria Research Center und die Creative Industries."

Doch auch hier gebe es Forderungen, die außerhalb des Einflussbereiches Wiens liegen: "Eine österreichische Wirtschaftspolitik, die Wachstum und Innovation fördert und die Inlandsnachfrage stärkt. Eine Zins- und Wirtschaftspolitik in Europa, die Investitionen und Arbeitsplätze als ein wichtiges Ziel anerkennt."

Zusammenwirken und Kontinuität

Insgesamt sei der neue Strategieplan im Zusammenwirken der gesamten Stadtregierung, der Magistratsdirektion und vielen Mitarbeitern des Magistrats der Stadt Wien sowie unter Einbeziehung der Fonds und anderer Institutionen mit Bezug zur Stadt Wien neu konzipiert worden, so Schieder. "Die Wiener Stadtregierung zeigt mit dem neuen Strategieplan Kontinuität zum bisherigen Strategieplan, setzt aber auch neue Impulse und Akzente, um den neuen Rahmenbedingungen gerecht zu werden", so Schieder. Zudem würden im neuen Stadtenwicklungsplan, der 2005 dem Gemeinderat vorgelegt werden soll, die strategischen Ziele auch in ihrer räumlichen Ausprägung ihren Niederschlag finden.

Der Strategieplan ist im Internet auf
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/strategieplan/index.htm
abrufbar bzw. haben unter www.forum.wien.at alle Wienerinnen und Wiener die Möglichkeit, den Strategieplan zu diskutieren, Fragen zu stellen und ihre Anliegen und Meinungen einzubringen. (Schluss)

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