"Neues Volksblatt" Kommentar: "Drohung" (Von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 9. Oktober 2004

Linz (OTS) - =

Eigentlich sollte es an dieser Stelle um irgendein
wichtiges Thema der Zukunft gehen. Pensionsharmonisierung, EU-Erweiterung, Gesundheitsreform, Finanzausgleich usw. Passagen im nebenstehenden VOLKSBLATT-Interview mit Altbischof Kurt Krenn erfordern aber neuerlich die Beschäftigung mit diesem Thema von gestern.
Krenn bleibt Krenn. Das ist ein - wie hier früher schon ausgeführt -Faktum, das in der Persönlichkeit Krenns liegt. Krenn bleibt Krenn ist aber auch eine gefährliche Drohung. Gefährlich für alle Bemühungen, in der Diözese St. Pölten wieder Frieden und kirchliche "Geschwisterlichkeit" einkehren zu lassen. Wenn Krenn sagt, seine "Mission" sei noch nicht vollendet, so ist dies eine kryptische Anmerkung, die wenig Gutes verheißt. Denn Krenn hat seine gesamte Amtsführung als "Mission" für "seine" Wahrheit, für sein Kirchenbild und für seinen autoritären Führungsstil verstanden. Was die Diözese zum seelsorglichen Sanierungsfall gemacht hat. Krenns Versprechen, sich "gut zu benehmen", reicht nicht aus. "Ich werde mich nicht mehr einmischen", müssten Krenns Abschiedsworte lauten.

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