Broukal zu Brinek: "Jetzt wird's peinlich"

Wien (SK) "Fünf Jahre ist die ÖVP jetzt schon allein für die Universitäten verantwortlich. In dieser Zeit haben die Unis stets weniger Geld bekommen, als sie gebraucht hätten", erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieser Stresstest nicht mehr bewältigt werden kann. Jetzt ist es so weit, und Schuld ist nach Ansicht der ÖVP wieder einmal die SPÖ! Also was jetzt?", fragt Broukal. Bisher habe man immer gehört, die Unis hätten ohnedies genug Geld. Jetzt gestehe Brinek ein, dass offenbar doch zu wenig Geld da ist. Was das nach fünf Jahren ÖVP-Alleinverantwortung für die Unis mit der SPÖ zu tun haben soll, bleibe Brineks Geheimnis. 1999, im letzten Jahr der Amtszeit von Caspar Einem, bekamen die Unis 4,2 Prozent vom Bundesbudget. "Von da an ging's bergab, und im Jahr 2004 müssen die Unis mit 3,86 Prozent des Bundesbudgets auskommen", klärt Broukal ÖVP-Wissenschaftssprecherin Brinek auf. ****

"Aber selbst wenn es umgekehrt wäre und Caspar Einem die Unis schlecht behandelt hätte - welche Entschuldigung könnte das nach fünf Jahren noch abgegeben?", führt Broukal fort. "In anderen Bereichen hat die ÖVP nicht gezögert, mit dem Pflug durch die politische Landschaft zu fahren", meint der SPÖ-Wissenschaftssprecher unter Verweis auf Pensionskürzungen, Bundesbahn-Teilung oder beispielsweise Abfangjägerkauf. Warum sollte sie dann ausgerechnet bei den Unis nicht die Kraft aufbringen, die Dinge in ihrem Sinn zu ändern? "Ausreden und Ausflüchte, Gesundbeterei und Vogel-Strauß-Politik, das ist für die Unis zu wenig, Frau Dr. Brinek", kritisiert Broukal. (Schluss) cs/mp

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