Csörgits kritisiert Offenhalten der Geschäfte am Sonntag in Oberwart

Am Sonntag feiern, aber Geschäfte zu lassen

Wien (ÖGB) - "Die Händler in Oberwart sollen das 20-jährige Jubiläum ihres Einkaufszentrums nicht auf Kosten ihrer Beschäftigten feiern. Das Fest am kommenden Sonntag soll ruhig stattfinden - aber die Geschäfte sollen zu bleiben", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits. Heftig kritisiert wird von Csörgits, die auch die Vertreterin des ÖGB in der "Allianz für den freien Sonntag" ist, der heutige Zwischenfall in Oberwart. Eine führende Gewerkschafterin wollte die Beschäftigten im Einkaufszentrum darüber aufklären, was ihre Rechte sind, wenn sie kommenden Sonntag arbeiten. Sie wurde vom Inhaber eines Pelzgeschäftes aus dem Einkaufszentrum geworfen.++++

Mit Aktionen wie der am Sonntag werde die Sonntagsruhe nach und nach ausgehöhlt, warnt Csörgits. "Auf die Einmalaktion in einem Ort folgen Nachahmer in einem anderen und dann wird das Offenhalten am Sonntag gang und gäbe", so Csörgits. "Heute sind es die Geschäfte, morgen könnten schon auch die Banken oder die Ämter betroffen sein", so die ÖGB-Vizepräsidentin weiter. Die Versuche, die Sonntagsöffnung durch die Hintertür einzuführen, ginge zulasten der Beschäftigten und ihrer Familien. "Hände weg vom freien Sonntag. Wochen ohne Ende bringen für uns alle eine Verschlechterung der Lebensqualität", sagt Csörgits. An die Händler gerichtet, sagt sie: "Wir haben nichts gegen eine Jubiläumsfeier, denn es ist schön, wenn ein Fest gefeiert werden. Damit auch die Beschäftigten mitfeiern können, sollen am Sonntag aber die Geschäfte zu bleiben."

ÖGB, 8. Oktober
2004
Nr. 637

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler-Ristic
Tel.: (++43-1) 534 44/480 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0006