Brinek: Unis erhalten im Schnitt um sechs Prozent mehr Budget

SPÖ fordert einerseits autonome Universitäten und schreit andererseits nach "Vater Staat"

Wien, 8. Oktober 2004 (ÖVP-PK) "Wenn Josef Broukal von finanziellen Nöten der österreichischen Universitäten spricht, dann dürfte er übersehen haben, dass jede Universität im Jahr 2004 im Schnitt um sechs Prozent mehr Budget erhalten hat, als im Vorjahr. Im Fall der Uni Wien ist die Steigerung sogar deutlich höher", sagte ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Gertrude Brinek heute, Freitag. Die Mittelzuteilung wie sie jetzt stattfinde, sei wesentliche Prioritätensetzung der Uni Wien. ****

Zu den Problemen am Publizistik-Institut, hielt Brinek fest, dass "die Gründe dafür weit in die Vergangenheit zurückreichen, als Österreich noch von sozialdemokratischen Bundeskanzlern und Finanzministern regiert wurde". Die Publizisten hätten es offenbar nicht geschafft, im Rahmen der damals verfügbaren Möglichkeiten zur Schwerpunktsetzung (etwa durch Umwandlung von ProfessorInnen Stellen), sich das nötige Gewicht und Gehör zu verschaffen. "Die damalige Schwerpunktsetzung hat die Ressourcenverteilung ergeben, die jetzt im wesentlichen das Profil der Uni Wien ausmacht", so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer sei es zu verdanken, dass ein einschlägiges Fachhochschul-Studium eingerichtet wurde, um die Ausbildung von Publizisten und Journalisten zu forcieren, und so die Publizistik an der Universität zu entlasten.

Auch in Zukunft werden sich die Universitäten der eigenen Profilbildung und Schwerpunktsetzung widmen und die Mittel unterschiedlich gewichtet in einzelne Studienrichtungen legen. Die diesbezüglichen Äußerungen von Broukal stoßen bei Brinek auf Unverständnis. "Bis jetzt hat man immer autonome Universitäten verlangt. Bevor man sich aber der Realität stellt und eventuell eigene Versäumnisse der Vergangenheit eingestehen müsste, schreit man in gewohnter SPÖ-Manier laut nach 'Vater Staat'", sagte Brinek abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003