Kasal: "Die Gesamtanlage Villa Primavesi ist ein Kunstwerk!"

MA 19 Gutachten bestätigt Obmann der Bürgerinitiative

Wien (OTS) - "Der gesamte Garten der Villa Primavesi, insbesondere der zur Bebauung zur Diskussion stehende westliche Gartenteil, ist als Reminiszenz an die einstigen Landschaftsgärten in seiner heutigen Form zu erhalten", verlangt der Obmann der Bürgerinitiative "Villa Primavesi", Bezirksrat Günter Kasal. Diese Sichtweise wird durch ein internes Gutachten der für Architektur und Stadtbildfragen zuständigen MA 19 bestätigt.

Entgegen anderslautender Darstellungen der Eigentümer des Grundstückes (Bawag/Psk) ist der Gesamtgarten in seinem Zusammenhang zu beurteilen. "Der Gesamtgarten weist unterschiedliche Konzepte auf. Der östliche Teil ist ein von Josef Hoffmann geplanter architektonischer Jugendstilgarten, während der westliche Teil als "Naturgarten" ein gekurvtes Wegesystem aufweist, das zum Flanieren einlädt", berichtet Kasal.

Der Architekt Josef Hoffmann ist Mitbegründer der "Wiener Sezession" und Gründer der "Wiener Werkstätte". Die Villa Primavesi zählt zu den bedeutendsten Schöpfungen Josef Hoffmanns und wurde 1973 unter Denkmalschutz gestellt. Sowohl die Villa Primavesi als auch der sie umgebende Garten, der zum Teil einen mehr als hundertjährigen schützenswerten Baumbestand aufweist, liegen widmungsrechtlich in einer Schutzzone.

"Wie kann man da auf die Idee kommen, in einer Gartenanlage mit der strengen Widmung Parkschutzgebiet, innerhalb einer Schutzzone, die außerdem in der Unesco-Weltkulturerbe-Pufferzone liegt, ein Gebäude errichten zu wollen?", fragt der Obmann der Bürgerinitiative Günter Kasal. Außerdem sei die Bezeichnung "Ergänzungsbau" ein schlechter Scherz, "da dieser größer ist, als die Villa selbst!", so Kasal. (Schluss)

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