ÖAMTC: Führerschein auf Zeit sieht keinen Eingriff in bestehende Lenkberechtigungen vor

Club gegen hohe Kosten beim Chipkarten-Führerschein

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Die derzeitige Führerschein auf Zeit-Debatte betrifft ausschließlich Führerschein-Neulinge", erklärt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Doch ist die gestrige Einigung der EU-Verkehrsminister in Luxemburg zum Führerschein auf Zeit noch keine beschlossene Sache. Muss doch dieser Vorschlag noch das EU-Parlament und dann mitunter den sogenannten Vermittlungsausschuss passieren. Österreich hat daher noch gute Chancen, seine breite Skepsis gegenüber diesen geplanten Bestimmungen durchzusetzen.

* Was bedeutet der Führerschein auf Zeit für Führerschein-Neulinge? Die gestrige Abstimmung der EU-Verkehrsminister sieht nur eine formale Befristung des Dokuments, aber keine inhaltlichen Beschränkungen vor.

* Wie lange soll der Führerschein auf Zeit gelten?
Nach derzeitigem Wissensstand soll der Führerschein als Chipkarte mit zehn Jahren Gültigkeit gestaltet sein und dann erneuert werden müssen.

* Wann tritt der Führerschein auf Zeit in Kraft?
Diese Frage ist derzeit noch unklar, jedenfalls nicht vor dem Jahr 2007.

* Was wird die Chipkarte kosten?
Die Gebühren dafür sind noch völlig offen, sie müssen aber deutlich unter den derzeit etwa 40 Euro liegen, fordert der Club.

* Was passiert bei Führerschein-Austausch oder Verlust?
Wer nach Inkrafttreten entweder einen Duplikat-Führerschein beantragt oder das Foto austauschen lässt, wird voraussichtlich automatisch das neue Dokument, also die neue Chipkarte bekommen. In diesem Fall wird auch für bestehende Lenkberechtigungen die zehn Jahresfrist für das Dokument wirksam.

* Wird eine medizinische Untersuchung Pflicht?
Eine solche ist nicht vorgesehen. Es ist den Mitgliedsstaaten frei gestellt, ihre Führerscheinbesitzer wie bisher medizinischen Tests zu unterziehen.

Der gestrige Beschluss enthält auch Vorschläge zur Änderungen beim Führerschein für den Anhängerverkehr. Der ÖAMTC-Jurist verlangt in diesem Zusammenhang, dass es keinen Rückschritt geben darf.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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