1 Euro macht nicht satt: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer trifft Eveline Herfkens, die Koordinatorin der UN Kampagne zur Erreichung der Millennium Entwicklungsziele

Wien (OTS) - Am 8. Oktober um 15:30 Uhr empfängt Bundespräsident Dr. Heinz Fischer Frau Eveline Herfkens, die Koordinatorin der UN Kampagne zur Erreichung der Millennium Entwicklungsziele und ehemalige Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit der Niederlande, in der Hofburg.

Frau Eveline Herfkens ist auf Einladung der nullkommasieben Kampagne in Österreich. Im Auftrag der Vereinten Nationen bereist sie die EU , um die Regierungen der reichsten Länder unserer Welt an zwei gegebene Versprechen zu erinnern, auf deren Einlösung die Menschen in den Entwicklungsländer leider bis heute vergeblich warten:

  • 1970 - Die UNO verabschiedet die Resolution zur Entwicklungsfinanzierung. Die reichen Länder setzen sich das Ziel, mindestens 0,7 Prozent des Bruttonationalprodukts an arme Länder zu zahlen.
  • 2000 - Die Staats- und Regierungschefs aller UN-Mitgliedsstaaten geben feierlich die Millenniumserklärung ab, die Armut weltweit bis 2015 zu halbieren: Wir werden keine Mühen scheuen, um unsere Mitmenschen aus den erbärmlichen und entmenschlichenden Lebensbedingungen der extremen Armut zu befreien, in der derzeit mehr als eine Milliarde von ihnen gefangen ist.

Für Österreich bleiben beide Versprechen Lippenbekenntnisse: Als 4. reichstes Land der EU liegen wir mit unseren Leistungen für EZA an vorletzter Stelle, nur mehr gefolgt von Italien - und es droht eine weitere Kürzung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit Mit UHBP Dr. Heinz Fischer hat Frau Herfkens jetzt in Österreich einen prominenten Unterstützer der Kampagne gefunden: "Wenn man die Würde des Menschen als unantastbar betrachtet, dann muss man als Konsequenz dafür eintreten, dass der einzelne Mensch auch tatsächlich in Würde leben kann. Daher halte ich die nullkommasieben Kampagne für berechtigt und hoffe, dass sie Erfolg haben wird. Eine Erhöhung der österreichischen Beiträge zur EZA liegt im Interesse der sozialen Gerechtigkeit, im Interesse der Vernunft und auch in unserem eigenen Interesse, weil wir damit helfen, Spannungen abzubauen und die Welt friedlicher und stabiler zu machen."

1 Euro macht nicht satt! Aber mehr als 1 Milliarde Menschen müssen von weniger als 1 Euro pro Tag leben. 800 Millionen Menschen hungern. Und täglich sterben 6000 Kinder an Krankheiten, die auf verschmutztes Trinkwasser zurückzuführen sind. Die nullkommasieben Kampagne fordert 0,7% des BNEs für EZA bis 2010 um diese verheerende Situation zu verbessern und zur Erreichung der Millennium Entwicklungsziele beizutragen.

"Das Ergebnis der laufenden Budgetverhandlungen wird zeigen, ob sich Österreich seiner Verantwortung als eines der reichsten Länder der Welt bewusst ist und konkrete Schritte in Richtung 0,7% des BIP setzt", appelliert Eveline Herfkens an das Kabinett Schüssel, die Mittel für die EZA zu erhöhen.

Rückfragen & Kontakt:

Simone Fachel, Koordinatorin der nullkommasieben Kampagne
nullkommasieben Kampagne
Berggasse 7/2, 1090 Wien
Tel.: 0676/842 968 333
simone.fachel@nullkommasieben.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEB0001