Gründung der Europäischen Brenner Basistunnel SE

Innsbruck (OTS) - Mit 08.10.2004 ist die gesetzliche Möglichkeit der Gründung einer Europäischen Aktiengesellschaft geschaffen. Für die Planung (Phase II) und den Bau (Phase III) des Brenner Basistunnels wird von Österreich und Italien die BBT SE durch Verschmelzung der österreichischen BBT AG mit der italienischen BBT SpA gegründet. Das Land Tirol wird mit 25 % beteiligt sein. Es handelt sich um eines der ersten derartigen Unternehmen Europas.

Bereits im April 2004 sind in beiden Ländern die Regierungsbeschlüsse zur Gründung dieser europäischen Aktiengesellschaft (SE) gefallen, damit das Projekt Brenner Basistunnel weiter entwickelt und in der Folge auch realisiert werden kann. Zunächst kam es im Juli 2004 in Italien und Österreich zur Gründung von zwei nationalen Aktiengesellschaften, die sich nunmehr zu der europäischen Gesellschaft "vereinigen". Die bisher operativ tätige BBT EWIV ist Ende September mit allen Rechten und Pflichten auf die nationalen Aktiengesellschaften übergegangen.

Seit Wochen befindet sich das "Projekt BBT SE" in seiner "heißen Phase". Alle Beteiligten sind nach Kräften und mit großem Eifer bemüht, alle rechtlichen Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen und die Verschmelzung der beiden nationalen Gesellschaften zur BBT SE noch im Laufe dieses oder des kommenden Monates zu bewerkstelligen und die Eintragung in den zuständigen Firmenbuchgerichten in Innsbruck und Bozen herbeizuführen.

Nach festgelegtem Zeitplan ist die Verschmelzung laut Vertrag zwischen den beiden nationalen Aktiengesellschaften, der österreichischen AG und italienischen SpA, zur Brenner Basistunnel SE mit einer Mitteilung im Amtsblatt der EU nach 52 Tagen abgeschlossen. Der Vorteil der neuen Firmenkonstruktion liegt vor allem darin, dass sich einerseits Gebietskörperschaften verschiedener Staaten an der Gesellschaft und damit an Planung und Bau des Brenner Basistunnels beteiligen und später auch private Investoren als Aktionäre aufgenommen werden können.

Die gesellschaftsrechtlichen Veränderungen sind ohne Einfluss auf die weitergehenden Projektarbeiten der rund 40 Mitarbeiter der BBT EWIV in Bozen und Innsbruck. Immerhin laufen die Vorbereitungsarbeiten für den Brenner Basistunnel bereits seit 1999. Derzeit werden alle erforderlichen Schritte zur Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung unternommen. Ein zweites Bohrprogramm zur geologischen Erkundung bis in eine Tiefe von rund 1.300 m wurde im September 2004 begonnen. Es kann aus heutiger Sicht angenommen werden, dass die Planungsphase in etwa zwei Jahren abgeschlossen ist und anschließend mit dem Bau des Tunnels nach entsprechenden Regierungsbeschlüssen begonnen werden kann.

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Dipl.-Ing. Johann Herdina
Vorstand der Brenner Basistunnel AG
Brenner Basistunnel AG
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