Keine Behinderungen für Publizistik-StudentInnen!

Das Institut für Publizistik hat beschlossen, ab sofort keine neuen Diplomarbeiten mehr anzunehmen. Diese Maßnahme ist für die Studienrichtungsvertretung höchst problematisch.

Wien (OTS) - Wie das Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft am 06. 10. offiziell verlautbart hat, werden ab sofort keine neuen Anmeldungen von Studierenden für Diplomarbeitsthemen und Diplomprüfungen mehr entgegengenommen. Die Gründe für diese drastische Maßnahme, das desaströse Betreuungsverhältnis und der permanente Raummangel, sind zwar nachvollziehbar, für viele Studierende aber eine Katastrophe.

Davon betroffen sind 2.500 Studierende des auslaufenden Diplomstudienplans. Diese haben dadurch keine Möglichkeit, ihr Studium abzuschließen, müssen aber trotzdem weiterhin Studiengebühren zahlen, um nicht exmatrikuliert zu werden und damit auch noch den Studienplan zu wechseln. Auf Grund der drohenden Verzögerung des Studienabschlusses besteht für viele betroffene PublizistInnen außerdem die Gefahr, Stipendium und Familienbeihilfe zu verlieren.

"Da das Rektorat bisher nicht im Stande war, dem Publizistikinstitut dringend benötigte personelle und räumliche Ressourcenerhöhungen zu gewährleisten, scheint diese Reaktion des Institutes zwar die einzig mögliche Konsequenz zu sein, aber in ihren Auswirkungen auf zahlreiche Studierende höchst bedenklich", so die Studienrichtungsvertreterin Kerstin Groß. Kritikwürdig ist auch, dass diese Maßnahme nicht mit den StudierendenvertreterInnen abgesprochen wurde. Die Studienrichtungsvertretung bemüht sich jetzt, als Anlaufstelle für die Betroffenen die Proteste zu koordinieren und in Richtung des Rektorates zu kanalisieren.

Die Universitätsleitung ist verantwortlich für die Zustände und die Ressourcenknappheit an der Publizistik. Es wird daher mit weitreichenden Protestmaßnahmen seitens der Studierenden in unmittelbarer Zukunft zu rechnen sein.

Die ÖH Uni Wien unterstützt die Studierenden der Publizistik in ihrem Kampf gegen diese ungerechten Zustände. Doch "auch das Ministerium muss hier seinen Teil der Verantwortung übernehmen. Die Ministerin hat mit der chronischen Unterfinanzierung der Universitäten diese Zustände herbeigeführt und mitverschuldet!" so Nina Abrahamczik vom Vorsitzteam.

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Studienrichtungsvertretung Publizistik
Kerstin Groß, Tel.: 0650 94 62 919
Axel Maireder, Tel.: 0650 29 35 000

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