- 08.10.2004, 08:00:00
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Dialog zwischen Wissenschaft und Religion: "Die Reproduktionsmedizin im Lichte der Weltreligionen" - Höhepunkt der Jahrestagung der Österreichischen IVF-Gesellschaft
Wien (OTS) - Von 30.9. bis 2.10. fand die Jahrestagung 2004 der
Österreichischen IVF-Gesellschaft in Pörtschach statt. Einer der
Höhepunkte war eine von Frau Mag. Kuschinski-Wallach von der
Wissenschaftsredaktion des ORF moderierte Diskussion "Die
Reproduktionsmedizin im Lichte der Weltreligionen". Vertreter und
Repräsentantinnen des Buddhismus, Judentums, Islam, sowie der
römisch-katholischen und evangelischen Kirche legten die Positionen
ihres Glaubens dar. Der inhaltliche Bogen spannte sich dabei von der
gesellschaftlich-kulturellen Rolle der Frau aus Sicht der Religionen
bis zu ethisch-moralischen Fragen wie dem Beginn des Lebens. Diese
hochinteressante Diskussion wird als Monographie der IVF-Gesellschaft
veröffentlicht werden.
Die Jahrestagung war mit über 150 Teilnehmern sehr gut besucht:
Gynäkologen, Urologen, Biologen, Psychotherapeuten und MTAs bekamen
in einem umfassenden Programm die neuesten Entwicklungen dieser
jungen medizinischen Fachrichtung präsentiert. Dem Tagungsmotto
"Reproduktionsmedizin ohne Grenzen" und den Herkunftsländern der
Teilnehmer entsprechend wurde der Blick auch über die Grenzen
gerichtet: die Situation der Reproduktionsmedizin in Italien,
Deutschland, Ungarn, Slowenien und der Slowakei wurden durch
Repräsentanten dieser Länder dargestellt. Auch die bevorstehenden
gesetzlichen Änderungen in Österreich wurden ausführlich erörtert.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Qualitätssicherung gewidmet.
Die Österreichische IVF-Gesellschaft ist im Frühjahr 2003 aus der
"Österreichischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und
Endokrinologie" hervorgegangen, die ihrerseits 1983 als
"Österreichische Gesellschaft für In Vitro Fertilisierung und
Assistierte Reproduktion" gegründet wurde. Sie versteht sich als
offene multidisziplinäre Plattform für alle im Bereich der
Reproduktionsmedizin und in angrenzenden Gebieten Tätige. Ihre Ziele
sind zukunftsorientierte Diskussionen und Lösungsansätze,
strukturiertes Arbeiten in thematisch orientierten Arbeitsgruppen,
hohe Identifikation und Zufriedenheit der Mitglieder, sowie eine
starke Repräsentanz der Reproduktionsmedizin nach außen, unter
Vertretung der Interessen der Mitglieder.
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