- 06.10.2004, 11:05:27
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Gesundheitsvorsorge in Betrieben forcieren
Schabl: Für angemessene Arbeitsbedingungen sorgen
St. Pölten (NLK) - Rund 50 Prozent aller Erkrankungen haben laut
Experten ihre mittelbare oder unmittelbare Ursache in der
Arbeitswelt. Das verursacht österreichweit jährlich Kosten von ca.
3,6 Milliarden Euro, in Niederösterreich belaufen sich diese Kosten
auf rund 700 Millionen Euro. Um die Betriebe für die
Gesundheitsvorsorge zu gewinnen, wurde heute in St.Pölten die Enquete
"Gesunde Arbeitswelt" abgehalten. Die NÖ Plattform für die
betriebliche Prävention gibt es seit rund einem dreiviertel Jahr.
"Unser Hauptaugenmerk gilt nicht nur dem technischen
Arbeitnehmerschutz, sondern vor allem auch Haltungsschäden,
psychosozialen Belastungen, Fehlernährung oder suchtfördernden
Umständen", erklärte Landesrat Emil Schabl. Es sei ein Auftrag an die
Politik, für angemessene Arbeitsbedingungen zu sorgen. Zu dem sollten
bereits junge Menschen auf ihre Gesundheit achten. Von der
betrieblichen Gesundheitsvorsorge hätten auch die Betriebe große
Vorteile, so Schabl.
Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge können Betriebe
beispielsweise Gesundheitsteams einsetzen, für Unfall-Prävention
sorgen oder eine gesunde Arbeitsweise ermöglichen. Auch
Vorsorgeuntersuchungen sollten selbstverständlich sein. In
Niederösterreich wurden bereits zehn Gesundheitsziele ausgearbeitet.
Sie beinhalten beispielsweise Maßnahmen gegen
Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Suchtkrankheiten.
Generaldirektor Konrad Köck von der Niederösterreichischen
Gebietskrankenkasse betonte, wie wichtig gesunde und motivierte
Mitarbeiter für die Wirtschaft seien. Damit Gesundheitsprogramme
wirken können, müssen sie zum festen Bestandteil des betrieblichen
Engagements werden.
Federführend bei der Plattform für die betriebliche
Gesundheitsvorsorge sind die NÖ Gebietskrankenkasse, die
Arbeiterkammer, die Wirtschaftskammer, die Allgemeine
Unfallversicherungsanstalt und das Land Niederösterreich.
OTS0083 2004-10-06/11:05
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