Krainer verlangt vorgeschriebene Quote oder Pfand bei Getränke-Einwegflaschen

Pläne zur Getränkeverpackung kontraproduktiv - widersprechen dem Ziel der Abfallvermeidung

Wien (SK) Aus mehreren Gründen kritisierte SPÖ-Umweltsprecher Jan Krainer das heute von Landwirtschaftsminister Pröll und Wirtschaftskammerpräsident Leitl präsentierte Papier zur österreichischen Getränkewirtschaft und verlangt eine vorgeschriebene Quote oder Pfand bei Getränke-Einwegflaschen. Die freiwillige Vereinbarung sei "zahnlos", wie die Vergangenheit bewiesen hat. Aus dem letzten Umsetzungsbericht geht hervor, dass die Gesamtabfüllung in Mehrweggebinden zwischen 1997 und 2003 von rund 69 Prozent auf 48 Prozent zurückgegangen ist, Tendenz weiter sinkend. Eine freiwillige Vereinbarung der Wirtschaft, die keine festgeschriebene Quote vorsieht, sei "umweltpolitischer Wahnsinn". "Der Einzelhandel braucht keine Globalziele, sondern verbindliche Vorgaben, damit Abfallvermeidung nicht nur ein Schlagwort bleibt", so Krainer. ****

Völlig unverständlich sei, dass Umweltminister Pröll von der ursprünglichen Idee des Entwurfs, dem Handel verbindliche Mehrweg-Ziele per Verordnung vorzuschreiben, abgegangen ist. "Die bevorstehende Novelle muss verbindliche Regeln zum Schutz von Mehrwegsystemen beinhalten", fordert Krainer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Außerdem kritisiert der SPÖ-Umweltsprecher, dass im neuen Entwurf auf eine einheitliche Kennzeichnung der Pfandflaschen völlig verzichtet wurde und somit für den Konsumenten weiterhin unerkennbar und unverständlich bleibt, was zurückgenommen wird und was nicht. "Nicht nur, dass Pröll die Mehrweg- Pfand-Flasche völlig verdrängen will, will er auch noch die verbliebene Pfand-Flaschen unkenntlich machen", so der SPÖ-Umweltsprecher abschließend. (Schluss) ps

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