Grüne/Mandak: Wo sind die fehlenden Kinderbetreuungsplätze geblieben?

Krasses Auseinanderdriften der Zahlen bei aktueller Bedarfserhebung von Kinderbetreuungs-Einrichtungen macht misstrauisch

Wien (OTS) "Auf mysteriöse Weise ist der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen plötzlich um etwa 75 Prozent, von 80.000 auf 18.000, gesunken. Wahrscheinlich wird es dann in fünf Jahren sogar schon überschüssige Plätze geben", kritisiert die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, den von der Regierung präsentierten Bedarfsbericht. "Diese Zahlen schüren nur das Misstrauen und es stellt sich die Frage, wie hier eigentlich befragt wurde", so Mandak weiter.

Weniger Betreuungsplätze bedeuten, dass weniger Frauen erwerbstätig sein können, oder sich mit einer kleinen Teilzeitbeschäftigung zufrieden geben müssen. "Das passt der Regierung haargenau ins Konzept, denn je weniger erwerbstätige Frauen es gibt, desto weniger zusätzlichen Kinderbetreuungseinrichtigen sind nötig. Dass diese simple Rechnung der Regierung aber nicht aufgeht, dafür werden sich die Grünen einsetzen", betont Mandak. "Die Erwerbstätigkeit von Frauen darf nicht an fehlenden oder unzureichenden Kinderbetreuungsplätzen scheitern. Ein Ausbau von Betreuungsplätzen, die auch während der Ferienzeit geöffnet haben, ist dringend notwendig. Nur auf Betriebskindergärten zu setzen, ist keine gute Idee. Dazu gibt es bei uns viel zu viele kleine Unternehmen", schließt Mandak.

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