Stadlbauer: Rauch-Kallat präsentiert Zahlen zur Kinderbetreuung jenseits der Realität

Wien (SK) "Wieder einmal geht die Frauenministerin eklatant an der Realität vorbei", ärgert sich Bettina Stadlbauer, SPÖ Bundesfrauensekretärin, in Reaktion auf die Pressekonferenz von Maria Rauch-Kallat, Ursula Haubner und Elisabeth Gehrer zum Thema Kinderbetreuung. Laut Rauch-Kallat fehlen nur 18.000 Kinderbetreuungsplätze in Österreich. Die Frauenministerin kündigt an, mit den falschen Zahlen der KritikerInnen endlich Schluss machen zu wollen. Die angeblich falschen Zahlen beziehen sich aber auf den Mikrozensus-Bericht 2002. ****

Stadlbauer kritisierte am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ das Bedarfserhebungsmodell der Regierung, das Wien einfach auslässt. Damit die relativ gute
Versorgungslage in Wien den Durchschnitt nicht anhebt, wird Wien einfach außerhalb der vier Kategorien gestellt. Außerdem wurden in dieser Methode keine Eltern befragt. "Ein derartiges Jonglieren mit Zahlen ist doch frauen- und menschenverachtend", meinte Stadlbauer.

Laut den Daten der Statistik Austria (Mikrozensus 2002) gibt es für 90.000 Kinder keinen oder keinen geeigneten Betreuungsplatz. Insgesamt fehlt für 48.000 Kinder aus Sicht der Eltern ein Betreuungsplatz. Für 42.000 bereits betreute Kinder würden sich die Eltern ein zusätzliches Angebot wünschen.

"Mit der Situation arbeitssuchender Frauen setzt sich die Frauenministerin wieder einmal überhaupt nicht auseinander", meinte Stadlbauer. Frauen suchen um einen Betreuungsplatz an, bekommen aber keinen, weil sie auf Beschäftigungssuche sind. Oder sie finden keine Beschäftigung, weil die Betreuungsfrage ungeklärt ist. "Diese Situation ist eine Zumutung", so die SPÖ-Bundesfrauensekretärin abschliessend. (Schluss) up/ws

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