Industrie begrüßt geplante Taskforce zu Elite-Unis

IV-Präsident Sorger: ,Kritische Masse’ für internationalen Spitzenstandard nötig - Bestehende österreichische Stärkefelder weiter ausbauen

Wien (PDI) - Eine Spitzenposition Österreichs als Innovations- und Wissensstandort im internationalen Vergleich ist eine Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, für Beschäftigung und Wohlstand. "Die Industrie bekennt sich zur Gestaltung von ,Universities of Excellence' - einer Verknüpfung vorhandener Ressourcen mit externer Top-Expertise. Deshalb begrüßen wir den Plan zur Einrichtung einer Taskforce, die Entscheidungen für den Aufbau von ,Universities of Excellence’ trifft", reagierte der Präsident der Industriellenvereinigung, Dr. Veit Sorger, auf die ÖVP-Klubklausur. "Es ist sehr erfreulich, dass sich nahezu alle Parteien mittlerweile dieses Themas annehmen, das wir im Juni in die Diskussion eingebracht haben. Die Diskussion in der Taskforce sollte sich nicht auf neue Einrichtungen beschränken, sondern auch Vorschläge ausarbeiten, bestehende Spitzeninstitute zur Weltklasse zu führen."
Darüber hinaus muss sich die Taskforce auch mit der Frage der finanziellen Rahmenbedingungen auseinandersetzen, die die Nachhaltigkeit solcher Einrichtungen gewährleistet. Sorger erklärte dazu: "Im Mittelpunkt werden Überlegungen steuerlicher Anreize ebenso wie praktikable Stiftungsmodelle stehen. Auf international bewährte Finanzierungsmodelle ist dabei aufzubauen".

Kritische Masse und Eigenständigkeit nötig

Sorger betonte: "Die Einrichtung von eigenen ,Universities of Excellence’ kann nur dann gelingen, wenn von Beginn an eine dem internationalen Spitzenstandard entsprechende kritische Masse sicher gestellt ist und folgende Faktoren berücksichtigt werden: eigenes Branding, eigene Trägerschaft und Rechtsform, Professionalisierung der Leitung, Schwerpunkt Naturwissenschaft & Technik, e-Learning, internationale Curricula etc." Exzellenz an der Spitze setzt nach Ansicht der Industriellenvereinigung eine breite Basis mit hoher Qualität als "Zubringer" voraus.

Österreichische Stärkefelder weiter ausbauen

Unsere Universitäten verfügen bereits über einige Centers of Excellence (CoE), die durch die ,Massenuniversität’ oft überdeckt werden und vielfach nicht die internationale Strahlkraft und Anerkennung erreichen können. Die Universitätsreform bietet neue Rahmenbedingungen für eine strategische Ausrichtung. IV-Präsident Sorger konkretisierte die Anforderungen der Industrie: "Centers of Excellence in Stärkefeldern müssen ausgebaut, gefördert oder, wo dies möglich ist, neu eingerichtet werden. Der Fokus ist dabei auf jene Fachbereiche zu legen, in denen Österreich im internationalen Vergleich bereits Weltklasse ist, über eine internationale Kooperation mit Spitzenhochschulen verfügt bzw. eine führende Stellung erreichen kann."

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