Wiener Theaterpreis "Nestroy" auch heuer in ORF 2 zu sehen

Lebenswerk-Ehrung für Hans Gratzer

Wien (OTS) - Es ist wieder Zeit für den "Oscar" der österreichischen Theaterszene: Am Samstag, dem 20. November 2004, wird zum fünften Mal der "Nestroy - Der Erste Wiener Theaterpreis" vergeben. Der ORF überträgt wie schon in den Vorjahren die glanzvolle Gala aus dem Etablissement Ronacher, und zwar am Abend der Verleihung live-zeitversetzt um 22.45 Uhr in ORF 2. Der "Nestroy" wurde im Herbst 2000 zum ersten Mal verliehen und ist eine repräsentative Auszeichnung für herausragende Leistungen auf den Theaterbühnen im deutschen Sprachraum.

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten am 4. Oktober Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Dr. Karin Kathrein, die Vorsitzende der "Nestroy"-Jury, ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm und Boris Marte, verantwortlich für den Bereich Corporate Sponsoring beim "Nestroy"-Hauptsponsor Erste Bank, die Nominierten für den begehrten Theaterpreis vor. "Wenn man auf ein Jahrfünft 'Nestroy' zurückblickt, kann man mit Recht sagen, dass die Theaterlandschaft in dieser Stadt lebendig ist", bilanziert Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny, und ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm ergänzt: "Wir sind gern Medienpartner dieser Veranstaltung, weil sie gut zu einem öffentlich-rechtlichen Sender passt. Der 'Nestroy' hat mittlerweile einen guten Namen in der Theaterwelt. Man kennt ihn und freut sich, wenn man ihn bekommt."

Der "Nestroy" wird heuer in elf Kategorien vergeben. Eine siebenköpfige Kritikerjury beschloss in sieben Kategorien je drei Nominierungen und vergab darüber hinaus vier Jurypreise, darunter den "Nestroy" als Ehrung für das Lebenswerk an Hans Gratzer. Die Entscheidung, wer von den jeweils drei Nominierten den Preis erhalten soll, liegt nun bei der Nestroy-Preis-Akademie, der neben sämtlichen Preisträgern und Nominierten der ersten vier Jahrgänge die Besitzer der Kainz-Medaille und die Träger des Nestroy-Rings sowie führende Vertreter der Mitglieder des Wiener Bühnenvereins und der Bundesländer-Bühnen angehören.

Die Nominierten für den "Nestroy 2004"

Beste deutschsprachige Aufführung: "Elementarteilchen" (Michel Houellebecq), Inszenierung Johan Simons, Schauspielhaus Zürich, Intendant Christoph Marthaler; "Das goldene Vließ" (Franz Grillparzer), Inszenierung Stephan Kimmig, Burgtheater, Intendant Klaus Bachler; "Unschuld" (Dea Loher), Inszenierung Andreas Kriegenburg, Thalia Theater, Intendant Ulrich Khuon

Beste Regie: Igor Bauersima, "Bérénice de Molière" (Igor Bauersima, Réjane Desvignes), Akademietheater; Stephan Kimmig, "Das goldene Vließ" (Franz Grillparzer), Burgtheater; Sebastian Nübling, "Wilde oder Der Mann mit den traurigen Augen" (Händl Klaus), steirischer herbst 03 in Koproduktion mit dem Staatstheater Hannover

Beste Ausstattung: Igor Bauersima und Georg Lendorff, "Bérénice de Molière" (Igor Bauersima, Réjane Desvignes), Akademietheater; Cécile Feilchenfeldt, "Vorher/Nachher" (Roland Schimmelpfennig), Landestheater Linz; Martin Zehetgruber, "Don Carlos" (Friedrich Schiller), Burgtheater

Beste Schauspielerin: Birgit Minichmayr als Medea in "Das goldene Vließ" (Franz Grillparzer), Burgtheater; Petra Morzé als Genia in "Das weite Land" (Arthur Schnitzler), Festspiele Reichenau; Sophie Rois als Mitwirkende in "Hallo Hotel" (René Pollesch), Kasino am Schwarzenbergplatz

Bester Schauspieler: Michael Maertens als Jason in "Das goldene Vließ" (Franz Grillparzer), Burgtheater; Peter Simonischek als Martin in "Die Ziege oder Wer ist Sylvia?" (Edward Albee), Akademietheater; Toni Slama als Adam in "Automatenbüfett" (Anna Gmeyner), Theater in der Josefstadt

Beste Nebenrolle: Sandra Cervik als Sophie in "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" (Ferdinand Raimund), Theater in der Josefstadt; Kirsten Dene als Aline in "Baumeister Solness" (Henrik Ibsen, stand am 2. Oktober in ORF 2 auf dem Programm), Akademietheater; Johann Adam Oest als Ross in "Die Ziege oder Wer ist Sylvia?" (Edward Albee), Akademietheater

Bester Nachwuchs: Xaver Hutter als Karl Rossmann in "Amerika" (Franz Kafka) und als Nannerl in "Mozarts Vision" (Franzobel), Volkstheater; Klaus Händl als Autor von "Wilde oder Der Mann mit den traurigen Augen", steirischer herbst 03 in Koproduktion mit dem Staatstheater Hannover; Holger Schober als Boris in "Zwei Brüder" (Fausto Paravidino), Theater Drachengasse

Die Jurypreise 2004:

Bestes Stück - Autorenpreis: Edward Albee, "Die Ziege oder Wer ist Sylvia?", Akademietheater

Beste Off-Produktion: Kabinetttheater für seine außergewöhnlichen Produktionen, im Speziellen für "Sündenfälle" (Konstanty Ildefons Galczynski, Daniil Charms und Julia Reichert)

Lebenswerk: Hans Gratzer

Spezialpreis: Sebastian Huber als Dramaturg von "Das goldene Vließ" (Franz Grillparzer), Burgtheater; Peter Schubert (Bühne) und Friedrich Rom (Licht), "Vor Sonnenuntergang" (Gerhart Hauptmann), Burgtheater; Vienna's English Theater für den Spielplan der Saison und zum 40-jährigen Jubiläum

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