"Nestroy"-Jubiläum am 20. November im Ronacher

Wien (OTS) - "Fünf Jahre Nestroy" - der "Erste Wiener
Theaterpreis" feiert mit der Gala am 20. November im Ronacher ein Jubiläum, das auch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, Boris Marte (Erste Bank), Edgar Böhmn (ORF) und Juryvorsitzende Karin Kathrein im Pressegespräch am Montag entsprechend würdigten: der "Nestroy" habe sich als Marke etabliert und damit positive Auswirkungen auf das Wiener Theaterleben. Generell, so Kulturstadtrat Mailath-Pokorny, sei das Wiener Theater in den letzten Jahren noch lebendiger und interessanter geworden, auch dank verschiedener Innovationen wie zuletzt der so erfolgreichen Eröffnung des Kindertheaterhauses "Dschungel". Für die diesjährige Nestroy-Gala schreibt Antonio Fian das Buch, die heute, Montag präsentierten Nominierungen lassen ein spannendes Rennen um die Preise erwarten. So stehen bei der besten deutschsprachigen Aufführung "Elementarteilchen" von Michel Houellebecq, Inszenierung Johan Simons, Schauspielhaus Zürich, "Das goldene Vließ" von Grillparzer , Regie Stephan Kimmig am Burgtheater und "Unschuld" von Dea Loher, Inszenierung Andreas Kriegenburg, Thalia Theater Hamburg zur Auswahl.****

Preis für Lebenswerk an Hans Gratzer

Fest steht bereits der von der mit prominenten Kritikern besetzten Jury vergebene "Preis für das Lebenswerk", der diesmal an Hans Gratzer geht, der vor allem in seiner Ära am Schauspielhaus das Wiener Theater durch Jahre geprägt hat. Edward Albee erhält für "Die Ziege oder Wer ist Sylvia?" am Akademietheater den Preis für das beste Stück. Der Autor soll, wenn es sein Gesundheitszustand erlaubt, nach Wien kommen. Zur besten Off-Produktion des Jahres wurde "Sündenfälle" vom Kabeinetttheater gekürt, das immer wieder mit außergewöhnlichen Produktionen auf sich aufmerksam macht. Dieser Preis ist auch mit einer Förderung für eine weitere Produktion durch die Kulturabteilung der Stadt Wien verbunden und mit 10.000 Euro von der Erste Bank dotiert.

"Das goldene Vließ" in drei weiteren Kategorien genannt

"Das goldene Vließ" am Burgtheater wurde auch in drei weiteren Kategiorien genannt: mit Stephan Kimmig für die "Beste Regie", Birgit Minichmayr als Medea für die "Beste Schauspielerin" und Michael Maertens als Jason für den "Besten Schauspieler". Ihre Konkurrenten sind: Igor Bauersima für die Inszenierung seines Stückes "Bérénice de Moliere" im Akademietheater und Sebastian Nübling für die Regie von "Wilde oder der Mann mit den traurigen Augen" von Händl Klaus, dem Erfolg beim Steirischen herbst 03 in derKatgoerie Regie. Petra Morzé als Genia in Schnitzlers "Weitem Land" in Reichenau und Sophie Rois für ihre Rolle in "Hallo Hotel" von René Pollesch im Casino am Schwarzenbergplatz, sowie Peter Simonischek als Martin in "Die Ziege" am Akademietheater und Toni Slama als Adam in "Automatenbüffet" von Anna Gmeyner in der Josefstadt.

Igor Bauersima und Georg Lendorff sind mit "Bérénice" auch für die beste Ausstattung genannt, weiteres Cécilie Feilchenfeldt für "Vorher/Nachher" von Roland Schimmelpfennig am Landestheater Linz und Martin Zehetgruber für "Don Carlos" am Burgtheater.

Die Nominierungen für die beste Nebenrolle: Sandra Cervik als Sophie in "Alpenkönig und Menschenfeind" in der Josefstadt, Kirsten Dene als Aline in "Baumeister Solness" von Ibsen im Akademietheater und Johann Adam Oest als Ross in "Die Ziege" im Akademietheater. Für den "Besten Nachwuchs" genannt sind Xaver Hutter als Karl Rossmann in Kafkas "Amerika" und als "Nannerl" in Franzobels "Mozarts Vision", beides im Volkstheater, Händl Klaus als Autor von "Wilde oder der Mann mit den traurigen Augen" und Holger Schober als Boris in "Zwei Brüder" von Fausto Paravidino in der Drachengasse. Mit Sebastian Huber als Dramaturg von "Das goldene Vließ", Peter Schubert (Bühne) und Friedrich Rom (Licht) für "Vor Sonnenuntergang" von Gerhart Hauptmann im Burgtheater und dem "Viennas English Theatre" für den Saisonspielplan und zum 40-JahrJubiläum stehen die Nennungen für den Spezialpreis fest.

Die Gala am Samstag, 20. November im Ronacher wird im ORF zeitversetzt übertragen. (Schluss) gab

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