Grüne/Weinzinger: Tierschutz ist Aufgabe für jeden Tag

Regierung verwässert Tierschutzgesetz

Wien (OTS) "Der Tierschutz wird in Österreich nicht ernst genug genommen", mahnt die Tierschutzsprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, anlässlich des heutigen Welttierschutztages. Einen großen Fortschritt sah Weinzinger im Frühjahr mit dem Bundestierschutzgesetz (BTG), aber es wird in der Umsetzung durch die Regierung total verwässert. Zum Beispiel durch den Versuch, die Bestimmungen zur Anbindehaltung bei Rindern auszuhöhlen. "Es gab eine politische Einigung zwischen allen vier Parlaments-Parteien und eine klare Absicht des Gesetzgebers, die Anbindehaltung zu verbieten bzw. nur in zwingenden Grünen zu erlauben. Die neue Verordnung zum BTG versucht nun alles umzudrehen und die Anbindehaltung bei Rindern in Österreich auch weiterhin zu ermöglichen", kritisiert Weinzinger.

Die Grünen erinnern auch daran, dass in weiten Bereichen tierquälerische Praktiken bestehen bleiben, wie das Kastrieren von Ferkeln ohne Betäubung oder das Enthornen von Kälbern ohne Schmerzausschaltung. "Das sind unerträgliche Praktiken, die sofort beendet werden müssen", so Weinzinger weiter. Völlig offen bleibt außerdem, wo in Zukunft beschlagnahmte oder exotische Tiere untergebracht werden können. "Mit der Schließung und dem Ausverkauf von Gänserndorf ist die einzige derzeit vorhandene Möglichkeit fast schon verspielt", meint die Tierschutzsprecherin der Grünen und appelliert an die Bundesregierung, dringend etwas zu unternehmen, da ab 1. Jänner 2005 die Behörde bei tierquälerischer Haltung einschreiten und zum Beispiel privat gehaltene Großkatzen beschlagnahmen muss. Aber zur Zeit gibt es keine Unterbringungsmöglichkeit für diese Tiere. "Es wäre verfehlt, wenn die Regierung jetzt glaubt, im Tierschutz schon alles notwendige getan zu haben. Tierschutz ist eine Aufgabe für jeden Tag", schließt Weinzinger.

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