VP-Schüller: Bei Wien Mitte nicht die gleichen Fehler wiederholen!

Für Neubau klare und transparente Rahmenbedingungen erforderlich

Wien (VP-Klub): "Wir wollen einen Neubau bei Wien-Mitte. Aber wir wollen auch, dass die Landstraßer Hauptstraße als Einkaufsstraße erhalten bleibt. Und weil es dazu von Seiten des Bauträgers und der zuständigen Stellen der Stadt Wien keine klare Haltung gibt, haben wir die Stellungnahme des Bezirks zu Wien Mitte abgelehnt", erklärte heute der stellvertretende Landstraßer VP-Bezirksvorsteher Georg Schüller in Zusammenhang mit der letztwöchigen Debatte in der Landstraßer Bezirksvertretung, bei welcher mit den Stimmen der SPÖ, der FPÖ, der Grünen und des Liberalen Forums eine Stellungnahme zu Wien Mitte angenommen wurde.

Gemäß der jetzigen Pläne sieht "Wien-Mitte neu" 19.000 m² an Einkaufsflächen vor. Der Bauträger verlangt hingegen mehr als 30.000 m². "Wir wollten in der Stellungnahme die ursprüngliche Größenordnung von 19.000 m² festschreiben, weil wir davon überzeugt sind, dass ein Überangebot an Einkaufsflächen die bestehende Geschäftsstruktur in der Umgebung von Wien-Mitte nachhaltig schädigen wird. Wir als Landstraßer ÖVP können genau das nicht verantworten", meinte er dazu.

Als einen weiteren Punkt für die Ablehnung nannte er die mögliche Anwendung des umstrittenen Paragraf 69 der Wiener Bauordnung. "Es war dieser Paragraf 69 der im Fall des letzten Wien-Mitte Projektes so viel Ärger und Probleme verursacht hat. Genau deshalb wollten wir dieses Mal dessen Anwendung von Seiten des Bezirks sehr restriktiv handhaben. Leider sind die anderen Fraktionen auch diesem Vorschlag nicht gefolgt", so Schüller weiters.

Die nun beschlossene Stellungnahme lässt somit nach Überzeugung des Landstraßer VP-Mandatars an einigen entscheidenden Punkten zu viel Platz für zu großzügige Interpretationen. "Ob Einkaufsfläche oder Paragraf 69, der Fantasie einiger Beteiligter wird leider kein Riegel vorgeschoben", kritisierte er.

Und Schüller abschließend: "Wenn wieder mit Gemauschel und Aktionen unter dem Tisch begonnen wird, dann werden wir bei diesem Wien-Mitte Projekt dieselben Probleme haben wie beim letzten Mal. Was wir statt dessen brauchen sind klare, nachvollziehbare Rahmenbedingungen, damit der Neubau endlich Realität wird!"

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