LH Haider gegen Unterbringung von Flüchtlingen in Kasernen

Verständnis für Sorgen und Ängste der betroffenen Bevölkerung -Kern des Problems ist der angeprangerte Asylmissbrauch

Klagenfurt (LPD)- Strikt gegen die Pläne des Verteidigungsministers Günther Platter, Kasernen in Steyr und Kufstein für die Flüchtlingsunterbringung zu nutzen, äußerte sich heute, Sonntag, Landeshauptmann Jörg Haider. Aus einem Traiskirchen drei zu machen, sei keine akzeptable Lösung, sondern im Gegenteil eine weitere Verschärfung des Problems. Der Kärntner Landeshauptmann zeigte großes Verständnis für die diesbezüglichen Sorgen und Ängste der Bevölkerung in Steyr und Kufstein. Für ihn würde sich das leidige Thema der Flüchtlingsunterbringung insofern nicht stellen, würde man den von ihm angeprangerten Asylmissbrauch, illegale Ausländer zu hilfsbedürftigen Flüchtlingen zu machen, endlich stoppen. Denn das sei der Kern des Problems. Ursprünglich sei man von 16.000 Flüchtlingen ausgegangen, durch den genannten Missbrauch seien es in der Realität plötzlich bis zu 30.000, die versorgt werden müssten, so Haider.

Die aktuellen Proteste der betroffenen Bevölkerung zeigen einmal mehr den dringenden Handlungsbedarf in der Flüchtlingsfrage, betonte Haider. Umso mehr seien der Bundeskanzler und der Innenminister gefordert, umgehend konkrete Maßnahmen zu setzen, den Missbrauch zu stoppen und nicht in leeren Ankündigungen zu verharren.

Die Position Kärntens sei klar und unverrückbar: "Keine zusätzlichen Flüchtlinge für unser Bundesland, eine Lösung der Flüchtlingsfrage bei der kommenden Landeshauptleutekonferenz, ansonsten zieht Kärnten eine Kündigung der 15a-Vereinbarung in Betracht", so der Landeshauptmann.
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