"Mehr arbeitslose Jugendliche, als Perg oder Freistadt Einwohner haben!"

SP-Haider: Jugendbeschäftigungsgipfel hat dringenden Handlungsbedarf

Linz (OTS) - In Oberösterreich waren Ende August 5054 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 als arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig sind 2206 Jugendliche in mehrheitlich leider sehr kurz angelegten Schulungen des AMS und suchen ebenfalls einen Job. Dazu kommen 1589 Lehrstellensuchende. Fazit: 8849 Jugendliche sind derzeit in Oberösterreich auf Arbeitssuche. "Die Bundesregierung ignoriert die Probleme und bleibt tatenlos. Der Landeshauptmann und sein Wirtschaftslandesrat in Oberösterreich versuchen bisher, das Thema schön zu reden. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Es gibt in Oberösterreich mehr arbeitslose Jugendliche, als die Bezirksstädte Perg oder Freistadt Einwohner haben. Beim oö. Jugendbeschäftigungsgipfel am kommenden Montag gilt es, endlich gemeinsam wirksame Maßnahmenpaket gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu schnüren!", stellt LH-Stv. Erich Haider fest.

Oberösterreich hat bei den Jugendlichen mit 8,1 % eine deutlich höhere Arbeitslosenquote als die Gesamtarbeits-losenquote und ist das Bundesland mit dem höchsten Anteil Jugendlicher an allen Arbeitslosen (OÖ 22,9 %, Bundesschnitt 16,6 %).

In Oberösterreich suchten heuer Ende August 1.589 sofort verfügbare Jugendliche vergeblich eine Lehrstelle. Diesen Jugendlichen stehen aber nur mehr 423 offene Lehrstellenangebote gegenüber, das sind 30,9 % weniger als im Vorjahr. Das oberösterreichische Lehrstellenangebot Ende August 2004 ist damit nur mehr geringfügig über dem schlechtesten Wert der letzten 10 Jahre (1999: 360). In Oberösterreich kommen sogar 3,8 Jugendliche auf eine Lehrstelle, das ist ein deutlich schlechterer Wert als der Bundesdurchschnitt. Oberösterreich ist dabei, seine Sonderstellung in der Bewältigung der Lehrstellen-krise zu verlieren und eine systemische Qualifizierungslücke der oö. Jugend zu riskieren. Dies zeigt sich u.a. darin, dass Oberösterreich derzeit die zweitmeisten Lehrstellen-suchenden aller Bundesländer hat und einen großen Anteil von jugendlichen Arbeitslosen ohne abgeschlossener Berufsausbildung.

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