• 30.09.2004, 13:37:52
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Eurofighter Programm läuft gut und auf Hochtouren

Wien/München (OTS) - Die EADS als deutscher und spanischer Partner
im europäischen Eurofighter-Konsortium weist jüngste Pressemeldungen
zu angeblichen Leistungsdefiziten des Eurofighter scharf zurück.

Die Eurofighter-Partner haben bisher 32 Serienflugzeige an die
vier Luftstreitkräfte in Deutschland, England, Italien und Spanien
ausgeliefert. Zur Zeit sind international 44 weitere Serienflugzeuge
in der Endmontage. Alle 148 Maschinen der ersten Tranche sind in der
Fertigung oder bereits ausgeliefert. Allein in Manching sind derzeit
13 Flugzeuge in der Endmontage, davon stehen einige bereits kurz vor
dem Erstflug. Die Produktion läuft entsprechend nach Plan.

Die Maschinen der vier Luftstreitkräfte haben seit Sommer letzten
Jahres bereits über 1.300 Flugstunden absolviert, wobei die Zahl der
ausgelieferten Flugzeuge erst nach und nach auf die heute 32
Maschinen hochgefahren wurde. Einige dieser Flugzeuge werden zudem im
gegenwärtig laufenden Anfangsflugbetrieb auch für Ausbildungszwecke
der Techniker eingesetzt und stehen somit wie von den Luftwaffen
geplant nur teilweise für den normalen Flugbetrieb zur Verfügung.

Die deutsche Luftwaffe erprobt derzeit das Gesamtsystem, mit
Schwerpunkt in logistischen Bereichen. Daher fliegen die deutschen
Maschinen derzeit nicht so häufig wie noch in der Ausbildungsphase
in Manching, wo seinerzeit bis Ende April bis zu sechs Maschinen
zusammen mit der EADS betrieben wurden. Wie die deutsche Luftwaffe
betont, spielt das "rein numerische Auf-Addieren von Flugstunden" nur
eine geringe Rolle: weit wichtiger ist den deutschen Militärs das
Einüben der Gesamtabläufe im Betrieb und bei der Anfangsnutzung eines
modernen Systems. Der Eurofighter schlägt sich in dieser Phase nach
den Worten ranghoher Luftwaffen-Offiziere "mit Bravour".

Besondere Höhepunkte der vergangenen Monate waren die Verlegung
von zwei Flugzeugen der Royal Air Force zu einer fliegerischen
Auswahlprüfung nach Singapur, denn der Stadtstaat hat großes
Interesse am Eurofighter. Das Urteil des amerikanischen
Luftwaffenchefs, General Jumper, er sei alle Maschinen der U.S. Air
Force geflogen, aber keine sei so gut wie der Eurofighter, spricht
für sich.

Die vier Luftstreitkräfte haben sich sehr zufrieden mit dem
Eurofighter gezeigt. Zuletzt äußerte sich der deutsche
Luftwaffeninspekteur Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz in der
Fachzeitschrift Defense News am 27. September: "Die Luftwaffenpiloten
zeigen sich enthusiatisch über die Leistungen des Flugzeugs und sie
mögen besonders das sogenannte Carefree handling, das den Piloten von
Routine-Aktionen entlastet. Das System bietet einzigartige
Fähigkeiten und besitzt enormes Wachstumspotential." Der General
betonte zudem, daß die Luftwaffe als erste Partnerstreitkraft den
Eurofighter im realen Einsatzumfeld in einem Geschwader betreibe. Für
die Luftwaffen-Techniker sei die Betreuung des Eurofighters ein
Quantensprung und stelle natürlich eine große Herausforderung dar.
Der intensive Truppenversuch werde noch bis zum Ende des Jahres
andauern. Die gegenwärtige Flugrate reiche für diese Phase aus.

Die wiederholt von verschiedener Seite erhobenen Vorwürfe, das
Flugzeug erreiche nicht die geforderte Leistungsfähigkeit, hat die
EADS wiederholt scharf zurückgewiesen und tut es auch jetzt.
Wiederholungen falscher Behauptungen erhöhen den Wahrheitsgehalt
solcher Meldungen nicht.

Die in verschiedenen Meldungen genannten angeblichen
Einschränkungen sind entweder überholt und treffen schlichtweg nicht
zu (wie das Mitführen von Zusatztanks, Beschränkungen in der
Tieffluggeschwindigkeit), sind identifiziert und werden abgestellt
(wie Luftbetankung, verminderte Höchstgeschwindigkeit, 20
Minuten-Beschränkung, Triebwerkvereisung) oder werden überhaupt nicht
durch das Flugzeug verursacht (Flughöhe und Querbeschleunigung wegen
noch nicht ausgelieferter Pilotenausrüstung, Mitführen von
Kanonenmunition).

Die insgesamt mittlerweile 13 Testmaschinen bei der Industrie
haben über 3.600 Flüge mit mehr als 3.100 Flugstunden absolviert.
Allein das deutsche Avionik-Flugzeug DA5 flog im August 25mal, also
mehrmals am Tag. Die spanische IPA4 durchlief ohne jedes Problem eine
fast vierwöchige Testphase mit 26 Flügen bei Bodentemperaturen bis zu
43 Grad Celsius.

Der Eurofighter ist das modernste Kampfflugzeug Europas und
derzeit konkurrenzlos. Daran ändert auch unzutreffende Kritik nichts.
Die Luftstreitkräfte aller vier Partnernationen stehen geschlossen
hinter dem Eurofighter, der den Luftschirm über Europa in den
nächsten Jahrzehnten sichern wird.

OTS0200    2004-09-30/13:37

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