• 30.09.2004, 10:41:27
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WIFI exportiert Know-how nach Mazedonien

Kooperationsabkommen zwischen WKÖ und der mazedonischen KMU-Agentur - WKÖ-Präsident Leitl traf Mazedoniens Premierminister und Staatspräsident

Wien (PWK674) - Nicht nur in den neuen EU-Mitgliedsländern, auch
in Südosteuropa ist das Know-how der Wirtschaftsförderungsinstitute
der Wirtschaftskammern (WIFIs) ein begehrter österreichischer
Exportartikel. Auf Basis einer Kooperation zwischen der
Wirtschaftskammer Österreich (WIFI - Abt. Internationaler Know-how
Transfer) und der neuen staatlichen KMU-Agentur APPRM (Agency for
promotion of entrepreneurship of Republic of Macedonia) werden
bewährte WIFI-Lehrgänge nun auch mazedonischen Unternehmen offen
stehen. Das Kooperationsabkommen wurde nun vom Präsidenten der
Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, und vom mazedonischen
Wirtschaftsminister Stevco Jakimovski in Skopje unterzeichnet.

"Der gesamte südosteuropäische Raum ist ein Zukunftsmarkt für
österreichische Unternehmen. Indem wir unser Know-how dorthin
exportieren, schaffen wir die Basis für eine dynamische
wirtschaftliche Entwicklung und sichern österreichischen Unternehmen
vor Ort interessante Geschäftspartner und hohe Ausbildungsstandards",
erklärt Leitl, der mit einer österreichischen Wirtschaftsdelegation
nach Mazedonien gereist ist, den Hintergrund des dortigen
WIFI-Engagements. Gemeinsam mit Mazedoniens Premierminister Kostov
eröffnete Leitl bei seinem Besuch auch das Werk der Firma Tondach
Gleinstätten in Vinica und traf zu einem Gespräch mit Staatspräsident
Branko Crvenkovski zusammen.

Österreichs Top-Weiterbildner hat in Mazedonien bereits Pionierarbeit
geleistet und organisiert seit 1990 verschiedene Lehrgänge. Aufgrund
der politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes folgt
nun die nächste Weiterbildungs-Offensive. Für KMU mit bis zu 50
Mitarbeitern - sie repräsentieren in Mazedonien rund 90% aller
privaten Unternehmen - wird das WIFI-Know-how für die Bereiche
Marketing, Rechnungswesen, Controlling, Finanzierung, Organisation,
Personal- und Qualitätsmanagement, Planung und Strategie sowie
EU-Know-how angeboten.

Mit der KMU-Agentur APPRM des mazedonischen Wirtschaftsministeriums
steht dem WIFI Österreich vor Ort ein verlässlicher und seriöser
Kooperationspartner zur Verfügung. APPRM ist u.a. für Infrastruktur,
Organisation und lokale Trainer zuständig. Gemeinsam mit dem WIFI
werden auch Lehrgänge gemäß den mazedonischen Markterfordernissen
entwickelt. "Mit der neuen WIFI-Kooperation zeigen wir als
Wirtschaftskammer einmal mehr, dass wir nicht nur über
Zukunftschancen reden, sondern sie für Österreichs Unternehmen und
für einen starken KMU-Standort Europa konkret nützen und fördern",
freut sich der WKÖ-Präsident über die neue Zusammenarbeit, die
Österreich in Mazedonien "neben wirtschaftlichen auch soziale
Kompetenzvorteile" bringe.

Mazedonien ist generell für Österreichs exportorientierte Unternehmen
ein interessanter Markt. "Der bilaterale Außenhandel intensiviert
sich zunehmend. Mit dem Bildungsengagement unterstützt Österreich
Mazedonien aber auch bei seinem Transformationsprozess und seiner
Annäherung an die EU", betont Leitl.
Im ersten Halbjahr 2004 legten die österreichischen Ausfuhren
gegenüber der Vorjahresperiode um satte 22,8% auf ein Volumen von
27,4 Mio Euro zu. Unter den EU-Ländern steht Österreich in Mazedonien
als Lieferant an vierter Stelle. Österreichische Hauptexportwaren
sind Maschinen und Apparate, Fleisch und Fleischwaren, Zucker,
Papier, Arbeits- und Elektromaschinen und -geräte, Getränke,
Straßenfahrzeuge, Spezial-Kfz sowie medizinische und pharmazeutische
Erzeugnisse. In den letzten fünf Jahren befand sich Österreich
ständig unter den fünf größten Investoren in Mazedonien. Neben
Tondach Gleinstätten haben auch andere österreichischen Unternehmen
wie Knauf oder Röfix neue Betriebs- und Vertriebsstätten in
Mazedonien aufgebaut. Seit Anfang 2003 ist die BA-CA vor Ort und
Austrian Airlines ist als eine der geschäftlich stärksten
Fluggesellschaften vertreten. Darüber hinaus hat sich die Zahl der
österreichischen Firmen, die sowohl Handel mit Mazedonien betreiben
als auch Repräsentanzen unterhalten, stark vergrößert. Knapp 100
österreichische Unternehmen sind mit Repräsentanzen direkt vertreten.
(BS)

OTS0087    2004-09-30/10:41

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