- 30.09.2004, 09:57:12
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"Wasser ist Leben - Entdeckungen im Ybbstal"
Ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich am Sonntag, 3. Oktober, 18.30 Uhr, ORF 2
St. Pölten (OTS) - Wasser ist weltweit zu einem knappen Gut, zu
einer äußerst kostbaren Ressource geworden: Die Vereinten Nationen
schätzen, dass mehr als eine Milliarde Menschen keine ausreichende
Versorgung mit Trinkwasser hat - und fünf Millionen sterben
alljährlich an den Folgen von Wassermangel oder verseuchtem Wasser.
Aber auch ein "Zuviel" an Wasser ist bedrohlich: Naturkatastrophen,
in deren Verlauf unbändige Wassermassen zu einer elementaren Gefahr
werden, nehmen zu.
Auch Niederösterreich hat diese beiden Extreme zuletzt zu spüren
bekommen, nämlich extreme Trockenheit mit schweren Schäden in der
Landwirtschaft 2003 - und das "Jahrhunderthochwasser" im Jahr zuvor.
Deshalb wird über den Schutz vor dem Wasser ebenso diskutiert wie
über die Sicherung der Qualität des Trinkwassers, von dem es in
Niederösterreich glücklicherweise reichlich gibt: Jedes Jahr sind
hier 800 Millionen Kubikmeter ökologisch nutzbar - der derzeitige
Verbrauch liegt bei 250 Millionen Kubikmeter.
Die nö. Landesregierung hat in diesem Zusammenhang im Jänner des
Vorjahres eine eigene umfassende "Niederösterreichischen
Wassercharta" beschlossen, die seit kurzem auch Teil der
Landesverfassung ist.
Die Aufgaben, die mit der Umsetzung dieser Wassercharta verbunden
sind, dokumentiert ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF
Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Andi Leitner und Christian
Puluj). Landesdirektor Norbert Gollinger: "Der Film möchte bewusst
machen, wie kostbar dieses Gut ist und wie glücklich wir sein können,
in Österreich ausreichend davon zu haben. Wir wollen auch zeigen,
warum es wichtig ist, mit Wasser, vor allem auch mit reinem
Trinkwasser, besonders sorgsam umgehen".
Gedreht wurde das "Österreich-Bild am Sonntag" in einem der
landschaftlich schönsten Gebiete des Voralpenlandes, im Ybbstal.
Dokumentiert werden die biologische Beschaffenheit des Wassers,
wichtige Flussbaumaßnahmen zur "Renaturierung" von Gewässern und die
Wiederbelebung von Flüssen, die durch eingeleitete Abwässer bereits
als "totes Gewässer" gegolten haben.
Im Raum Kematen beispielsweise wurden von Fabriken in früheren
Jahrzehnten Abwässer ungeklärt in die Ybbs geleitet - heute ist der
Fluss wieder sauber. Einige hundert Meter stromabwärts liegt ein
renoviertes Kleinkraftwerk, bei dem im Zuge der Umbauarbeiten die
Flusslandschaft in einen möglichst naturnahen Zustand rückverwandelt
wurde. Gleichzeitig konnte eine weitläufige Erholungsfläche nach
ökologischen Kriterien geschaffen werden.
Themen dieser Dokumentation sind aber auch der Grundwasserschutz
und die wichtige Rolle, die der Landwirtschaft dabei zukommt sowie
die Bedeutung moderner Kläranlagen für eine intakte Umwelt.
OTS0048 2004-09-30/09:57
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