Umweltdachverband: Natur mit Herz und Hirn vermitteln!

Wien/Linz (OTS) -

  • Neue Plattform zur Qualitätssicherung der Naturvermittlung gestartet.
  • Arbeit und Fortbildung soll erleichtert und besser koordiniert werden.
  • Weitere Aufwertung des ländlichen Raumes und heimischer Schutzgebiete.

Sie entführen uns in unbekannte Welten im Wald, tauchen mit uns in das Lebenselixier Wasser ein, zeigen uns die buntesten Schmetterlinge und öffnen uns Tore zu ganz neuen und faszinierenden Erfahrungen in und mit der Natur: Die Rede ist von jenen "Naturvermittlern", die als Spezialisten vor Ort BesucherInnen für die Natur begeistern. Eine Aufgabe, die nicht nur attraktiv, sondern auch mit hoher Verantwortung verbunden ist. Egal, ob Natur-, Landschafts-, Höhlen-oder ErlebnisführerIn, Natur- oder WaldpädagogIn, Nationalpark- oder Naturpark-BetreuerIn: Klar ist, dass zur Qualifikation eine Ausbildung zu absolvieren ist, in der das notwendige Handwerkszeug -Erlebnispädagogik, Umweltdidaktik, naturkundliche und ökologische Grundlagen etc. - gelernt wird. Wermutstropfen dabei: "Diese Ausbildungslehrgänge sind österreichweit ganz unterschiedlich gestaltet. Unser Ziel ist es, die Qualitätsansprüche durch einheitliche Richtlinien weiter zu heben und den AbsolventInnen der verschiedenen Naturvermittlungsausbildungslehrgänge bei ihrer Tätigkeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen", sagt Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

Plattform Naturvermittlung als Drehscheibe der Interessen

Deshalb hat der Umweltdachverband jetzt gemeinsam mit dem Lebensministerium, der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern und der OÖ Akademie für Umwelt und Natur die "Plattform Naturvermittlung" gegründet, die heute in Linz anlässlich der Exkursion "GrenzGehen - Eine Wanderung an der Grenze von Natur und Kultur" vorgestellt wird.

Ziel dieser ersten bundesweiten Initiative ist es, sämtliche in der Naturvermittlung Tätige anzusprechen und erstmals die Interessen der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und von Bildungseinrichtungen zusammenzuführen. "Denn das Aufgabenfeld der Naturvermittlung berührt alle genannten Systempartner gleichermaßen. Es erscheint daher notwendig und zielführend, bereits im Vorfeld strategische Fragen der Naturvermittlungsangebote zwischen diesen zu koordinieren und abzustimmen", so Heilingbrunner.

Qualität als Visitenkarte

Darüber hinaus soll Bildung eine zentrale Säule der österreichischen National-, Natur- und Biosphärenparks werden. Auch dafür ist eine weitere Professionalisierung der Aus- und Weiterbildung nötig. Denn Nationalpark-BetreuerInnen zum Beispiel sind die Visitenkarte der Nationalparks, sie sind die Botschafter nach außen und die Spezialisten vor Ort. Ihr Wissen, ihr Auftreten und ihre Fähigkeiten, Besucher für die Natur zu begeistern, sind mitentscheidend dafür, wie die heimischen Schutzgebiete in der Öffentlichkeit gesehen werden. "Es geht uns also nicht zuletzt auch um die Weiterentwicklung und Inwertsetzung der Schutzgebiete und die Stärkung des ländlichen Raumes. Qualität ist dabei eines der Kernanliegen. Zertifikatslehrgänge müssen künftig mit weiterführender Begleitung bzw. Kontrolle und Evaluierung durchgeführt werden. Denn:
Nicht jeder Forstwirt ist auch ein guter Waldpädagoge und nicht jeder Naturschützer ein guter Naturerlebnisführer. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen - auch das muss Aufgabe eines qualifizierten Lehrganges sein", so Heilingbrunner.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Gerhard Heilingbrunner,
Präsident Umweltdachverband (UWD),
Tel. 0664/38 18 462,
Mag. Franz Maier, Geschäftsführer UWD,
Tel. 0664/33 59 532,
Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit UWD,
Tel. 01/40 113-21,
sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
http://www.umweltdachverband.at

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