ÖGB-Czeskleba: Weniger Krankenstände auch aus Angst um den Job

ÖGB-ArbeitnehmerInnenschutz fordert konsequente Stressprävention

Wien (ÖGB). (OTS) - "Ich warne davor, in Jubelstimmung auszubrechen", kommentiert ÖGB-ArbeitnehmerInnenschutzexpertin Renate Czeskleba das Rekordtief bei den Krankenständen, das laut einer Aussendung der WKÖ in erster Linie mit Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zusammenhängt. "Nicht nur Betriebliche Gesundheitsförderung, auch die Angst um den Job ist dafür verantwortlich, dass weniger Krankenstände in Anspruch genommen werden. Dennoch freuen wir uns, dass auch die Arbeitgeberseite mittlerweile Bewusstsein für die wichtige Maßnahme der Betrieblichen Gesundheitsförderung entwickelt hat." Die konsequente Umsetzung von Gesundheitsförderung im Betrieb gehört sein langem zu den Hauptforderungen des ÖGB. Wichtiger Schwerpunkt dabei ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Hier führt Stressvermeidung nachweislich zu dauerhafter Gesundheit. "Die Arbeitgeber müssen ihre Hausaufgaben machen und den MitarbeiterInnen Stressprävention ermöglichen", so Czeskleba.++++

Die Bedeutung betrieblicher Gesundheitsförderung zeigt sich auch an den Ergebnissen der regelmäßigen Befragungen, die der ÖGB unter den ArbeitnehmerInnen durchführt. Spitzenreiter unter den meistgenannten Anliegen der ArbeitnehmerInnen ist die bessere Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Neben Stressprävention sollen BGF-Projekte wie Arbeitszeitgestaltung und Konzepte für alters- und alternsgerechtes Arbeiten vermehrt in Unternehmen umgesetzt werden. (bm)

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ÖGB, 29. September 2004 Nr. 609

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