Open Source Software - Schieder: "Wien geht einen sanften Migrationsweg!"

Wien (SPW-K) - "Den Grünen ist offenbar noch nicht aufgefallen,
das Wien schon längst ein Kompetenzzentrum im Bereich Open Source Software ist - das zeigt auch die zuletzt vereinbarte Kooperation mit der Stadt München in diesem Bereich", sagte heute SP-Gemeinderat Mag. Andreas Schieder zu Aussagen der Grünen. "Die Stadt Wien hat insgesamt rund 16.000 PC-Arbeitsplätze und bereits seit vielen Jahren Open Source Software im Serverbereich im Einsatz." ****

"Die Aufgaben einer Stadt erfordern einen vielfältigen Einsatz von Software und komplexe, heterogene Lösungen", so Schieder weiter. "Schon jetzt sind 13 Prozent der Stadt-Software schon jetzt Eigenentwicklungen, 56 Prozent zugekaufte Software, 25 Prozentt MS-Access-Anwendungen und 6 Prozent Makros." Wien sei dabei in der glücklichen Lage, den Weg des "sanften" Umstiegs gehen zu können, während beispielsweise München bis 2008 den "harten" Umstieg machen müsse, so Schieder. Theoretisch seien 7.500 PC-Arbeitsplätze "migrierbar": "Das kann stufenweise, kostengünstig und ohne Zwang passieren."

Übergeordnete Probleme gebe es mit großen, monopolistischen Softwareanbietern :"Diese sind in ihrer Preispolitik sehr autonom, Entscheidung darüber, welche Technologie eingesetzt wird, ist nur eingeschränkt bestimmbar und Entwicklungsschritte sind großteils fremdbestimmt. Auch ist die Sicherheit nicht überprüfbar, Wartung und Fehlerbehebung liegen beim Hersteller."

Dagegen reduziere Open Source Software die technische und inhaltliche Abhängigkeit, verbessere mittelfristig die Qualität und ermögliche eine dauerhafte Kostenersparnis. "Natürlich beinhalten zwei Systemplattformen nebeneinander auch technische Risken -deswegen sind begleitende Maßnahmen beim Umstieg notwendig. Insgesamt bietet eine sanfte, kooperative Einführung höhere Akzeptanz bei den BenutzerInnen und minimiert auch die Schulungsaufwendungen."

Weiters sei auch eine Zusammenarbeit mit München vereinbart worden: "So haben wir den Münchner EDV-Chef eingeladen und Erfahrungsaustausch, gegenseitigen Support und auch die gemeinsame Entwicklung eigener OS-Software angedacht."

"Insgesamt ist es unser klarer politischer Wille, mittelfristig eine weitgehende Unabhängigkeit von unterschiedlichen Betriebssystemen und Herstellern zu erreichen", so Schieder abschließend. (Schluss)

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